Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (INSEK)

Innenstadt Frankfurt/Oder © MIL

Die brandenburgischen Städte unterscheiden sich in ihrer wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungsdynamik, vor allem aufgrund ihrer Lage und Verkehrsanbindung. Um die Städte des Landes für kommende Generationen zukunftsfähig zu gestalten,  war und ist eine integrierte Stadtentwicklungspolitik der zentrale Ansatz.

Eine integrierte Stadtentwicklung heißt:

  • Die verschiedenen Belange und Fachthemen der Stadtentwicklung sollen zusammen betrachtet und miteinander verknüpft werden.
  • Die wichtigen öffentlichen wie privaten Beiträge zur Stadtentwicklung sollen berücksichtigt werden.
  • Analyse, Zielformulierung, Planung und Umsetzung sollen aufeinander aufbauen.
  • Eine Prioritätensetzung der Maßnahmen soll festgelegt werden.
  • Die rechtlichen, strategischen und finanziellen Voraussetzungen für die Realisierung der Maßnahmen sollen benannt werden, einschließlich des Einsatzes von Fördermitteln.
  • Nachhaltigkeit, gemeindenachbarliche Abstimmung und eine breite Partizipation der Bürgerinnen und Bürger sollen berücksichtigt werden.

Nach dem Start im Jahr 2006 verfügen inzwischen rund 60 Städte in Brandenburg über ein INSEK. INSEKs stellen die Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung dar und zeigen die Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen für die weitere Entwicklung. Sie legen zentrale Ziele und Maßnahmen in räumlichen Schwerpunkten fest. INSEKs entstehen in einem breiten Beteiligungsprozess. Sie werden von den Stadtverordneten beschlossen und haben somit folgende Funktion:

  • Schlüssige Darstellung der stadtpolitischen Schwerpunkte nach außen.
  • Zentrale Handlungsgrundlage für die eigene Verwaltung.
  • Vermittlung stadtpolitischer Inhalte an Bürgerinnen und Bürger.
  • Argumentationsgrundlage für den Einsatz von Finanzmitteln, besonders von Fördermitteln des Bundes und des Landes Brandenburg.

Die Bestimmungen der Städtebau- und Wohnraumförderung des MIL nehmen Bezug auf Integrierte Stadtentwicklungskonzepte als Fördergrundlage.

Brandenburger Stadtmodell © MIL