Städte in der "zweiten Reihe"

Bahnhofsvorplatz in Eberswalde © MIL

Während das dicht besiedelte Berliner Umland unmittelbar an die Bundeshauptstadt angrenzt, besteht die „zweite Reihe“ aus wichtigen Mittel- und Oberzentren, die eine schnelle und leistungsfähige Verkehrsanbindung an die Berliner Innenstadt haben oder in Kürze erhalten werden. Durch die Verschiebungen in der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung sind diese Städte verstärkt in den Fokus der Stadtentwicklungspolitik geraten.

Wichtige Ursachen ist das „Anziehen“ der Berliner Entwicklungsdynamik, aber auch die durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wesentlich verbesserte Verkehrsanbindung der Städte an die Berliner Innenstadt.

In der Strategie Stadtentwicklung und Wohnen des MIL hat diese Städtegruppe einen besonderen Stellenwert für die Landesunterstützung erhalten. Die sich stabilisierenden Städte, in denen sich nach vielen Jahren der Stagnation wieder ein Zuwachs an Bevölkerung und ein Mehr an wirtschaftlicher Dynamik abzeichnet, werden dabei gefördert, diese positive Entwicklung aktiv zu steuern. Diese Entwicklungsprozesse stehen noch am Anfang und jede Kommune muss individuell ermitteln und entscheiden, inwieweit sie über geeignete Potentiale verfügt. Dazu gehören insbesondere geeignete Flächen in Nähe der Bahnhöfe.

Eine Politik für die Städte der „2. Reihe“ ist aus stadtentwicklungspolitischer Sicht besonders wirksam, wenn von den Städten auch Anreize für Unternehmen und Arbeitsplätze geboten werden können und eine Profilierung ihrer urbanen Qualitäten gelingt.

Weiterführende Beiträge:

  • Brandenburgs Städte der „zweiten Reihe“ tagten zu Zukunftsthemen

    während der Veranstaltung © MIL

    Das Bündnis von sieben Groß- und Mittelstädten um Berlin – die AG Städtekranz Berlin-Brandenburg – hat am 8. August 2019 mit einer Fachtagung in Frankfurt (Oder) den Dialog zu „Zukunftsstädten“ mit elf weiteren Städten aus der zweiten Reihe um Berlin eröffnet.