07.05.2019Konversion der Märkischen Heide in Eberswalde geht in die Schlussphase

Pressemitteilung

Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse hat sich heute in Eberswalde über die Sanierung der Konversions- und Brachfläche „Märkische Heide“ informiert. Es wurde knapp eine Million Euro aus dem Europäischen Fonds für  regionale Entwicklung (EFRE) investiert. Das Vorhaben ist Bestandteil der Stadt-Umland-Strategie „Grün. Clever. Gemeinsam. Perspektiven für Lebensqualität aller Generationen gemeinsam gestalten“ der Kooperationspartner im Raum Eberswalde, Ämter Biesenthal-Barnim, Britz-Chorin-Oderberg, Joachimsthal, Gemeinde Schorfheide.

Ines Jesse: „Mit der Umwandlung des ehemaligen Militärstandortes ‚Märkische Heide‘ wird die Stadt Eberswalde grünen Lebensraum gewinnen und auch die überörtliche Grünverbindung zwischen dem Naturpark Barnim und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wieder hergestellt. Auch wenn jetzt noch die weitere Aufforstung folgen muss, kann man sich das Naherholungsgebiet schon jetzt gut vorstellen. Die Stadt Eberswalde setzt damit ein weiteres Projekt der Stadt-Umland-Strategie um. Mit dem erstmaligen integrierten und gebündelten Mitteleinsatzes von Fördergeldern aus drei europäischen Fonds stärken wir die Kooperation zwischen den Städten und ihrem Umland. Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Kommunen und das Land.“

Ziel des Projektes ist es, die Konversionsfläche „Märkische Heide“ zu rekultivieren und die Fläche – entsprechend den Zielen des Flächennutzungsplans der Stadt Eberswalde – für den Schutz, die Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft vorzuhalten sowie als wichtigen überregionalen Naherholungsbereich in die Landschaft zu integrieren. Im Rahmen der Konversion wurden 20 Gebäude abgerissen, versiegelte Flächen freigeräumt, Abbruchmaterialien beseitigt und Baugruben auf einer Fläche von rund 12 Hektar geschlossen. Damit kann die überörtliche Grünverbindung zwischen dem Naturpark Barnim (LSG Barnimer Heide) und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wieder hergestellt werden. Die Gesamtkosten betrugen rund 1,2 Millionen Euro, wovon rund 963.000 Euro gefördert wurden.

Die Kooperation der Stadt Eberswalde (Leadpartner) mit den kommunalen Partnern Ämter Biesenthal-Barnim, Britz-Chorin-Oderberg, Joachimsthal und Gemeinde Schorfheide kann rund 10 Millionen Euro EFRE-Fördermittel für Projekte einsetzen. Unter dem Motto „Grün. Clever. Gemeinsam. Perspektiven für Lebensqualität aller Generationen gemeinsam gestalten“ werden folgende Schwerpunkte verfolgt:

  • Lebensräume entwickeln (Konversions- und Brachflächen reaktivieren, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum)
  • Daseinsvorsorge sichern (Gemeindezentren weiterentwickeln)
  • Inklusive Bildung forcieren (Schulen, Kitas und Sportanlagen ertüchtigen)
  • Tourismusregion voranbringen (Ausbau Rad- und Wanderwege)
  • CO2-Bilanz verbessern, Energieeffizienz erhöhen (energetische Sanierung von Gebäuden, Elektromobilität voranbringen)
  • Wirtschaftsstandort stärken (kleinere und mittlere Unternehmen stärken, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren)

Bisher wurden rund vier Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für  regionale Entwicklung (EFRE), knapp zwei Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und 110.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bewilligt.

Hintergrundinformation

Am Stadt-Umland-Wettbewerb haben sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation bilden, beteiligt. Städte und die sie umgebenden Gemeinden haben Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus entwickelt. Insgesamt stehen für die Projekte der Kooperationen 213 Millionen Euro zur Verfügung. Die Vorhaben müssen den Anforderungen der drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung (EFRE, ESF und ELER)  entsprechen und werden von den Kooperationspartnern kofinanziert.

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