Europäische Lösungen für regionale Anliegen

Grenzüberschreitender Schienenverkehr zwischen Deutschland und Polen

Landesnahverkehrsplan © C. Fischer-Schultz

Die gemeinsame Grenze zwischen der Region Berlin-Brandenburg und den benachbarten polnischen Wojewodschaften ist für die Mobilität der Menschen in den gemeinsamen Europaregionen kein trennendes Element mehr. Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen werden immer enger. Auch deswegen wurde im Schienenverkehr in den letzten Jahren viel erreicht. Mehr Züge, zahlreiche durchgehende Verbindungen und bessere Umsteigebeziehungen, auch der Fahrscheinkauf musste und konnte deutlich verbessert werden.

Grenzen bestehen aber fort und diese werden immer spürbarer, je intensiver der gesellschaftliche und wirtschaftliche Austausch zwischen polnischen und deutschen Partnern wird.

Die z.T. neu geschaffene Verkehrsinfrastruktur weist immer noch Engpässe und Unzulänglichkeiten auf, die Entwicklung und Wachstum bremsen. Die partnerschaftlichen Gespräche zur weiteren Verbesserung des grenzübergreifenden Schienenverkehrs werden mit einer Konferenz in Berlin fortgesetzt. Diese findet am 28. Januar in der Landesvertretung in Berlin statt.

Ziel ist es, die grenzüberschreitenden Beziehungen durch eine bessere Infrastruktur und baldige Elektrifizierung zu stärken.

Nur so kann dem Erfordernis ökologisch-klimatisch nachhaltiger Verkehrsangebote in den „wachsenden“ Metropolenräumen entsprochen werden. Für die Verbindungen zwischen den benachbarten Metropolen und Oberzentren ist schon heute eine Angebotserweiterung im Schienenverkehr erforderlich. Angesichts der absehbaren Angleichung der Arbeits- und Lebensverhältnisse im Herzen Europas ist die Bedarfsplanung für die Zukunft der Infrastruktur zügig voran zu treiben.

Schienenverkehr nach PolenNeues Fenster: Bild vergrößern © VBBNeben den wichtigen Verbesserungen im grenzüberschreitenden Nahverkehr gibt es schon jetzt eine Fernverkehrsverbindung von Berlin nach Breslau und Krakau. Damit sind bereits wichtige Zentren in Polen direkt per Bahn zu erreichen. Mit dem neuen Fahrplan wurde auch der beliebte Kulturzug Berlin – Breslau gestärkt. Diese Schritte können aber erst der Anfang sein.

Es muss noch viel passieren. In Umsetzung sind bereits der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke nach Stettin/Szczeczin.

Am 28. Januar werden Repräsentanten und Entscheider angesprochen.

Ziel ist eine breite politische Unterstützung zur Verbesserung grenzüberschreitender Schienenverkehre nach Stettin/Szczeczin, Breslau/Wroclaw, Grünberg/Zielona Góra und Landsberg/ Gorzów. Um den Bedarf von Morgen zu decken, muss heute über eine bessere Infrastruktur und die ausstehende Elektrifizierung von Strecken zwischen Deutschland und Polen gesprochen werden. Ein wichtiges Thema sind auch die Hindernisse für eine verbesserte Nutzung bereits verfügbarer Infrastruktur durch attraktive Angebote im Fern- und Regionalverkehr.

Weiterführende Beiträge:

  • Kulturzug gewinnt Europäischen Kulturmarken-Award

    Ausgezeichneter Kulturzug Berlin - Wroclaw (Breslau)

    © VBB

    Der Kulturzug Berlin – Breslau mit seinem einzigartigen Kulturprogramm ist mit dem Europäischen Kulturmarken-Award 2017 ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung im Wintergarten Berlin gewann der Kulturzug den Preis in der Kategorie „Europäische Trendmarke des Jahres 2017.


Anlage

Am 28. Januar 2019 wird in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in Berlin über die Verbesserung der grenzüberschreitenden Schienenverkehre diskutiert.

Vorläufige Tagesordnung

17.30 – 17.35 Uhr

Begrüßung

Staatssekretär Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund

17.35 – 17.50 Uhr

Brandenburg – gemeinsamer Entwicklungsraum mit Polen: Bessere Infrastruktur, mehr Züge, bessere Kommunikation

Verkehrsministerin Schneider

17.50 – 18.05 Uhr

Lubuskie – Entwicklungsperspektive  Europa: Bessere Schienenanbindung für eine bessere Entwicklungsperspektive

Marshallin Elzbieta Polak - angefragt

18.05 – 18.20 Uhr

Der Bund –Vorgehen der Bundesregierung bei den Verbindungen Berlin-Angermünde-Stettin, Berlin-Cottbus-Breslau und auf der Ostbahn

Staatssekretär Bundesebene - angefragt

18.20 – 19.20 Uhr

Diskussion mit den o.g., dem Bundestagsabgeordneten Bartol sowie dem Europaparlamentarier Cramer

19.20 – 19.30 Uhr

Der Europäische Blick – Ausblick auf eine Region in der Mitte Europas

MdEP Cramer