21.11.2018Schneider eröffnet neuen Bahnhofstunnel in Cottbus

Förderbescheide für die Stadtentwicklung

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider hat heute den neuen Bahnhofstunnel in Cottbus eröffnet.  Im Anschluss daran übergab sie mehrere Förderbescheide für ein Vorhaben der Stadt-Umland-Strategie der Stadt Cottbus sowie für Projekte des Stadtumbaus und der Verbesserung der sozialen Verhältnisse. 

„Der neue Cottbuser Bahnhofstunnel ist ein gutes Beispiel für die Verknüpfung von Stadtentwicklungs- und Mobilitätskonzepten. Er verbessert die Verkehrsverhältnisse und unterstützt die Entwicklung von Wohnquartieren, die früher nicht im Fokus standen. Durch den Tunnel sind Innenstadt und Bahnhof deutlich besser und schneller zu erreichen als zuvor. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Eröffnung auch ein positives Signal für die Entwicklung des Viehmarkt-Quartiers mit dem nördlichen Bahnhofsumfeld und dem ehemaligen Busbahnhof an der Marienstraße setzen, “ sagte Ministerin Schneider. 

Der Tunnel ist eines der Kernprojekte des Bahnhofumbaus. Dazu gehören auch die Erneuerung von Bahnsteigen und Aufzügen der Deutschen Bahn, die Neugestaltung des nördlichen Bahnhofumfelds und die Schaffung eines ÖPNV-Terminals neben dem Bahnhofsgebäude. Insgesamt werden diese Vorhaben mit ca. 18 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt. 

  • aus dem Förderprogramm „Investitionen für den Öffentlichen Personennahverkehr“ mit ca. 10,4 Millionen Euro
  • aus dem Programm „Stadtumbau“ ca. 6,0 Millionen Euro
  • aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ rund 1,8 Millionen Euro 

Das Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Cottbus mit Unternehmen „Cottbusverkehr“ und der Deutschen Bahn AG. Insgesamt werden in den Bahnhofsumbau 50 Millionen Euro investiert. 

Fördervorhaben Stadt-Umland-Strategie 

Im Rahmen der Umbauarbeiten des Hauptbahnhofs zu einem modernen Verkehrsknoten werden auch die Haltestellenüberdachung an der Umsteigeanlage sowie ein Fahrgastinformationssystem und eine neue Beleuchtungsanlage errichtet. Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 1,8 Millionen Euro unterstützt. Die Stadt Cottbus ist mit  460.000 Euro beteiligt. 

Fördervorhaben der Städtebauförderung 

Ministerin Schneider überreichte auch weitere Förderbescheide, aus den Stadtentwicklungsprogrammen, die die städtische Infrastruktur und die sozialen Verhältnisse in den Stadtteilen Sandow, Sachsendorf-Madlow und Neu-Schmellwitz verbessern. Im Stadtumbau Teilprogramm Aufwertung wird mit 2,1 Millionen Euro Bundes- und Landesmitteln die Sanierung der Franz-Mehring-Straße zwischen Spree und Stadtring unterstützt. Sie gehört zu der künftigen Verkehrsachse die das Zentrum mit dem Cottbuser Ostsee verbindet. 

Im  Teilprogramm Rückführung der städtischen Infrastruktur (RSI)  werden beim Stadtumbau  4,5 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bereitgestellt, um die seit zehn Jahren leer stehende Schule in der Hallenser Straße wieder nutzen zu können. In der Nähe des Geländes der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg werden nach dem Umbau eine Grundschule, ein Hort und eine integrierte Kita einziehen. Diese Bildungs- und Betreuungsplätze werden dringend benötigt, denn innenstadtnah wurden in den vergangenen Jahren viele Wohnungen gebaut, in die junge Familien eingezogen sind. In Kürze gibt es für den Umbau einen Planungswettbewerb, der im Jahr 2019 entschieden werden soll. 

In Cottbus-Sandow werden 1,5 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel aus dem Programm Soziale Stadt bereitgestellt, um die Kita Pfiffikus zu sanieren. Baubeginn soll im Jahr 2020 sein. In Neu-Schmellwitz gibt es 150.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die Entwicklung von Konzepten für die Öffentlichkeitsarbeit und ein Gebiets- und Citymanagement. Die Finanzierung von Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen wird in Sachsendorf-Madlow mit 150.000 Euro Bundes- und Landesmitteln unterstützt.

Hintergrund:

Cottbus hat seit 1991 mehr als 210 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Mit der Stadt-Umland-Strategie „Energiewandel gestalten - Landschaftswandel nutzen“ haben sich die Städte Cottbus, Guben und Drebkau, die Ämter Peitz, Burg/Spreewald und Döbern-Land sowie die Gemeinden Kolkwitz und Neuhausen/Spree erfolgreich am Stadt-Umland-Wettbewerb beteiligt. Leadpartner der Kooperation ist  die Stadt Cottbus.  Der Kooperationsverbund kann mit bis zu 13 Millionen Fördergeldern rechnen.

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