Fördermittel für Luckenwalde und SUW-Kooperation

Ministerin und Bürgermeisterin in Luckenwalde © Stadt Luckenwalde

Die Ministerin hatte vier Zuwendungsbescheide über insgesamt mehr als 2,4 Mio. Euro allein für Luckenwalde im Gepäck, darunter aus den Programmen Stadtumbau (STUB), Städtebaulicher Denkmalschutz (D-Programm) und Rückführung der städtischen Infrastruktur (RSI).

Aus dem STUB-Programm werden 1,3 Mio. Euro Bundes- und Landesmittel für die Aufwertung der Sanierungsgebiete Zentrum/Innenstadt, Petrikirchplatz und Quartier „Dahmer Straße“ zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte sind dabei beispielsweise der Umbau der ehemaligen Steinschule zur Gesundheitsakademie (Kurze Straße 6), die Erweiterung der Kita Sunshine und sowie der 2. Bauabschnitt des Rathauses. Die Umgestaltung der Breiten Straße als Boulevard wird fortgesetzt.

Aus dem D-Programm werden je 100.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die Sanierungsgebiete „Auf dem Sande“ und „Am Anger“ bewilligt. Mit dieser Förderung unterstützt das Land die Erhaltung und Wiedergewinnung der baulichen und gestalterischen Qualitäten der denkmalgeschützten Siedlungen der 20er Jahre.

Des Weiteren werden 964.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die Innensanierung der ehemaligen Postschule sowie für die Gestaltung Außenanlagen des zukünftigen "Willkommens-und Integrationszentrum und Mehrgenerationenhaus" bewilligt (RSI).

Zusätzlich gab es mit Beteiligung von STUB-Fördermitteln einen Zuwendungsbescheid über für ein SUW-Projekt aus der Stadt-Umland-Strategie „Starke Nachbarschaft an der Mittelnuthe“.

Die Kooperation konzentriert sich insbesondere auf die Förderung einer multimodalen und nachhaltigen Mobilität – auch im Kontext von Energieeffizienz und Klimaschutz, auf die Weiterentwicklung wirtschaftlicher, urbaner, touristischer und Freizeitqualitäten wie Fläming-Skate und Naturpark Nuthe-Nieplitz und auf die Fachkräftesicherung durch Verbesserung der Berufsausbildungsmöglichkeiten.

Die bewilligten Fördermittel werden für die Reaktivierung des nördlichen Teils des ehemaligen Gaswerksgeländes am Bahnhof Luckenwalde eingesetzt. Auf dem Gelände erfolgt erst die Altlastensanierung und anschließend der Bau einer öffentlichen Park&Ride-Anlage mit 103 Stellplätzen, darunter 4 mit Elektrotankstellen, sowie die Gestaltung einer Freifläche mit Geh-und Radweg, Kletter- und sonstigen Sportgeräten einschließlich Grünflächen. Die Gesamtkosten betragen dafür rund 1,8 Millionen Euro. Das Vorhaben wird mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Hinzu kommen 174.000 Euro Stadtumbaufördermittel und fast 300.000 Euro kommunale Eigenmittel. Dank dieser Mittel werden auf einer kleinen Fläche maßgeblich verschiedene Herausforderungen und Entwicklungsschwerpunkte der Stadt Luckenwalde, aber auch der Region, angegangen. Ein gutes Beispiel für die Entwicklung einer Brachfläche! Die Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen.

Kathrin Schneider: „Mit dem Stadt-Umland-Wettbewerb wollen wir die Kooperation zwischen den Städten und ihrem Umland stärken. Das ist gerade im ländlichen Raum eine Antwort auf viele Herausforderungen sowohl der demografischen wie auch der wirtschaftlichen Entwicklung. Auf Basis eines integrierten und gebündelten Mitteleinsatzes werden Fördergelder aus drei europäischen Fonds für die Umsetzung von Gesamtkonzepten ausgereicht. Luckenwalde ist es bisher erfolgreich gelungen, verschiedene Förderprogramme zu kombinieren. Die Stadt hat auch bei anderen Projekten gute Erfahrungen mit dem Einsatz von EU-Mitteln gemacht. Ein hervorragendes Beispiel ist die Bibliothek im Bahnhof.“

Dies ist bereits der zweite Zuwendungsbescheid nach der Richtlinie des MIL zur nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) für den Kooperationsraum. Der erste Bescheid wurde 2017 für die Altlastenbeseitigung und Geländeaufbereitung der ehemaligen Teerpappenfabrik am Bahnhof Woltersdorf in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal erteilt.

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