09.11.2018Großer Bahnhof für den Bahnhof - Schneider eröffnet Konferenz

Visitenkarte, Mobilitätsdrehscheibe, Einkaufszentrum mit Gleisanschluss oder historisches Bahnhofsgebäude mit Wartesaal. Bahnhöfe können vieles sein. Sie stehen heute im Mittelpunkt der Bahnhofskonferenz, die von Ministerin Kathrin Schneider eröffnet wurde. Die Konferenz wird vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) veranstaltet. Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Bahn (DB Station und Service), Fachleute aus Kommunen, Verbänden und Initiativen treten in einen Erfahrungsaustausch. 

Ministerin Kathrin Schneider: „Wir wollen die Bahnhöfe im Land erhalten und da, wo es passt, ausbauen. Dafür brauchen wir Partner: die Bahn, die Kommunen aber auch private Investoren. Seit Juni 2018 koordiniert die Kompetenzstelle Bahnhof des VBB die Aktivitäten für die Weiterentwicklung der Bahnhofsstandorte im Land. Wir haben heute gesehen, dass es generelle Rezepte nicht gibt. Denn jeder Ort hat andere Akteure und andere Möglichkeiten. Aber wir haben unterschiedliche Nachnutzungen kennengelernt und von diesen Beispielen können viele profitieren. Wir bringen diejenigen zusammen,  die bereits erfolgreiche Projekte umgesetzt haben und die, die noch auf der Suche nach der geeigneten Idee sind.“

VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel: „Es ist höchste Zeit, dass die Bahnhöfe wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden. Wir brauchen neue Ideen und gute Lösungen statt weiteren Verfall. Als Eingangstor in die Städte und Gemeinden prägen sie je nach Zustand den ersten guten oder eben auch schlechten Eindruck für Ankommende. Neben einem intakten Gebäude braucht es aber auch ein gutes, nachhaltiges Nutzungskonzept mit einem Mix an verschiedenen Serviceangeboten wie z.B. Ticketschalter, Fahrradverleih, Einzelhandel etc. Unsere Kompetenzstelle unterstützt dabei, neues Leben im Bahnhof und dem Bahnhofsumfeld zu etablieren.“

Friedemann Keßler, Leiter des Regionalbereichs Ost DB Station & Service AG: „Die meist historischen Empfangsgebäude sind ein wichtiger Baustein für einen attraktiven Bahnhof. Seit ihrer Errichtung haben sich die Anforderungen von Kunden und Eisenbahn jedoch verändert. Deshalb wollen wir mit Partnern neue Modelle entwickeln. Gute Beispiele in Brandenburg und anderen Bundesländern zeigen Lösungen auf, die auch an anderen Orten realisiert werden können. Dialog ist die entscheidende Grundlage – deshalb begrüßen wir sehr den Austausch auf der heutigen Veranstaltung“.

Die Kompetenzstelle Bahnhof des VBB ist die zentrale Anlaufstelle, wenn Bahnhofsgebäude reaktiviert werden. Sie initiiert und unterstützt, vermittelt Kontakte zwischen Beteiligten und informiert über Fördermöglichkeiten.

Schwerpunkt der heutigen Konferenz sind vor allem der bauliche Zustand und die mögliche Weiternutzung der Bahnhofsgebäude. Wichtig ist auch, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien oder Reisende mit Gepäck barrierefrei unterwegs sein können. Die Bundesländer beteiligen sich zu fünfzig Prozent an den Kosten des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes zur Barrierefreiheit. Das Land Brandenburg stellt hierfür ca. 5,4 Milionen Euro zur Verfügung. Von den 15 vereinbarten Bahnhöfen wurden bereits neun Bahnhöfe barrierefrei umgebaut.

Welche Möglichkeiten der Nachnutzung bestehen und wie vielfältig diese sind, zeigen die auf der Konferenz vorgestellten Praxisbeispiele. So gibt es im Bahnhof Chorin einen Regionalladen, in Rehfelde eine Arztpraxis und Touristeninformation und sowie in Velten eine Bäckerei und Konditorei, eine Fahrschule und ein Friseurgeschäft.

Link

Kompetenzstelle Bahnhof

https://www.vbb.de/unsere-themen/kompetenzstelle-bahnhof-land-brandenburg

 

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