15.10.2018Erfolgreiche Arbeit und mehr Zusammenarbeit mit Berlin

Fachkonferenz in Potsdam

Mehr bezahlbare Wohnungen, bessere Förderung des Wohnungsbaus, Abbau bürokratischer Hemmnisse  und verstärkte Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin beim Wohnungsbau - das sind nur einige der Themen, die heute auf der wohnungspolitischen Konferenz "Gutes Wohnen in Brandenburg - bezahlbar und zukunftssicher" diskutiert wurden. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider und Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher.

„Der Wohnungsbau boomt auch in Brandenburg, aber es fehlt uns an mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum. Deshalb haben wir die Förderung verbessert und ein 100-Millionen-Programm aufgelegt, um den Neubau von bezahlbarem Wohnraum zu unterstützen. Gemeinsam mit Berlin wollen wir die Potenziale nutzen, die sich in der Hauptstadtregion bieten. Beispielsweise verfügen die Städte in der zweiten Reihe über Wohnraumangebote, die den Berliner Markt entlasten können“, sagte Ministerin Schneider.

„Das Wachstum Berlins endet nicht an der Stadtgrenze. Aus dieser Dynamik entstehen Herausforderungen, aber vor allem neue Möglichkeiten, die für eine positive Entwicklung der gesamten Hauptstadtregion genutzt werden können. Es ist daher mit Blick auf die Zukunft von größter Bedeutung, noch stärker als bisher gemeinsam zu denken und zu planen. Wir wollen die positiven Impulse für die gesamte Hauptstadtregion aufgreifen und die vorhandenen Potenziale sinnvoll und im Sinne einer funktionierenden und qualitätsvollen Regionalentwicklung nutzen“, sagte Senatorin Katrin Lompscher

Die beiden Länder wollen künftig bei der Nutzung vorhandener Flächen enger zusammenarbeiten. In den Blick rücken dabei neben den Städten in der zweiten Reihe, die neuen Siedlungsachsen nach Wandlitz und Werneuchen, die im Entwurf des gemeinsamen Landesentwicklungsplans vorgeschlagen werden.

Bei der heutigen Fachveranstaltung sind den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Kreise und der Fachwelt auch die bisherigen Ergebnisse des Bündnisses vorgestellt worden. Beispielsweise ist derzeit ein Landesgesetz in Arbeit, das Studierenden und Menschen mit niedrigen Einkommen besseren Zugang zu  mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum ermöglichen soll.

Mit Unterstützung durch das Bündnis für Wohnen hat der Bau bezahlbarer Wohnungen wieder zugelegt. 2016 konnten 56,6 Millionen Euro zugesagt und der Bau von 695 Wohnungen gefördert werden. 252 Wohnungen wurden modernisiert, barrierefrei gestaltet oder energetisch aufgewertet,  443 Wohneinheiten neu errichtet.  2017 wurden 84,5 Millionen Euro zugesagt und der Bau von 842 Wohnungen gefördert.  269 Wohneinheiten wurden modernisiert, barrierefrei gestaltet oder energetisch aufgewertet, 501 Wohneinheiten neu errichtet.

Hintergrund:

Im Land Brandenburg können Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften, aber auch private Investoren ab sofort eine höhere Förderung für Projekte des sozialen Wohnungsbaus in Anspruch nehmen. Wurde der Neubau von Wohnungen bislang mit bis zu 1.800 Euro/qm Wohnfläche unterstützt, erhöht sich die Obergrenze jetzt auf bis zu 2.500 Euro/qm Wohnfläche. 350 Euro/qm werden als Zuschuss ausgereicht, bis zu 2.150 Euro/qm als Darlehen. Außerdem ist die Zuschusskomponente auf das gesamte Land ausgeweitet worden.

Für die Modernisierung und Instandsetzung von Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen, ist der Höchstbetrag von 1.100 Euro /qm Wohnfläche auf bis zu 1.800 Euro/qm Wohnfläche angehoben worden. Die Modernisierung und Instandsetzung von Wohnungen wird mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt, nicht aber mit Zuschüssen.

Aus den Mitteln der Wohnraumförderung können 30 Millionen Euro als Zuschüsse ausgereicht werden. Für die Darlehensförderung stehen 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Bündnis für Wohnen geht zurück auf eine Initiative des Bundesbauministeriums, das zur Gründung entsprechender Zusammenschlüsse aufgerufen hatte. Dazu hatte Bauministerin Kathrin Schneider gemeinsam mit anderen Vertreterinnen und Vertretern von Städten und Bundesländern auf der Immobilienmesse Expo Real 2016 den sogenannten "Münchener Aufruf" initiiert. Mit dabei war auch der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V..

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