In Wusterhausen steht das Denkmal des Monats Oktober

Vorderansicht mit Marktplatz © MIL

Als größtes und repräsentativstes Barock-Fachwerkgebäude in exponierter Ecklage und Nachbarschaft zum Rathaus und der Stadtkirche St. Peter und Paul prägt es das Stadtbild Wusterhausens.

1764 vom damaligen Stadtkämmerer errichtet, blieb es 200 Jahre eines der größten Privathäuser Wusterhausens und dem Handel verpflichtet. 1917 erwarb die wohlhabende Kaufmannsfamilie Herbst das Haus. Deshalb ist das Haus auch als Herbst’sches Haus bekannt. Ab 1963 befanden sich darin bis zur Wendezeit das Kreisheimatmuseum, Wohnungen und HO-Fachgeschäfte. 

In gemeinsamer Anstrengung von Gemeinde und Ehrenamt (hier insbes. der Kulturverein Wusterhausen e.V.) wurde das Gebäudeensemble saniert und zu einem kulturellen Dreh- und Angelpunkt entwickelt. 

Heute beherbergt das Haus neben der Bibliothek, Veranstaltungsräumen und der Touristeninformation das Wegemuseum. Denn Wusterhausen war im 15. und 16. Jahrhundert eine wichtige Station für Pilger auf dem Weg zum Wallfahrtsort Wilsnack.

Die aufwendige Sanierung erfolgte in den Jahren 2009 bis 2011. Diese wurde u.a. mit mehr als 1,25 Mio. Euro Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ unterstützt.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.