01.10.2018Steganlage im künftigen Bergheider Hafen ist fertig

Pressemitteilung

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider nimmt an der Übergabe der Steganlage durch die LMBV an die Kommune am Nordufer des Bergheider Sees teil. Das Land unterstützt seit 2015 die Entwicklung der touristischen Infrastruktur sowie die Errichtung der Steganlage am Bergheider See aus Mitteln des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Die Gesamtkosten betragen rund sieben Millionen Euro davon kommen rund 5,6 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und der Rest aus kommunalen Eigenmitteln.

Kathrin Schneider: „Es herrscht Aufbruchstimmung am Bergheider See. Das eindrucksvolle Industriekulturdenkmal F 60 ist seit 2002 als Besucherbergwerk geöffnet und seitdem ein Besuchermagnet im Lausitzer Seenland. Ein nächster Meilenstein am Nordufer des Sees ist mit Übergabe der Steganlage erreicht. Es ist dank der Zusammenarbeit zwischen der LMBV als Projektträger, dem Amt Kleine Elster, der heimischen Bauwirtschaft sowie dem Land gelungen eine innovative, für den Standort maßgeschneiderte Anlage zu schaffen. Damit ergeben sich neue Chancen und Perspektiven für die weitere Entwicklung und Nutzung der Bergbaufolgelandschaft. Was hier möglich ist, zeigt das Vorhaben des Fraunhofer Instituts, hier ein schwimmendes  energieautarkes Haus zu errichten.“

Im Rahmen des Verwaltungsabkommens Braunkohlensanierung fördert das Land die weitere Entwicklung in Sanierungsgebieten bis 2022 mit jährlich 10 Millionen Euro. Aus diesen Mitteln wird auch die Entwicklung des Nordufers des Bergheider Sees im Umfeld der F 60 mitfinanziert. 

Das Projekt beinhaltet die Errichtung der öffentlichen Zuwegungen und Stellplätze für die geplante touristische Nutzung, sowie die öffentliche Steganlage als Basis des künftigen Hafens. Die Steganlage und bereits fertiggestellte Bereiche des Wegenetzes werden beginnend mit dem heutigen Tag schrittweise an die Kommune übergeben, um die künftige Nutzung in Gang zu setzen. Diese soll – das ist erklärtes Anliegen des Amtes Kleine Elster – mit der Ansiedlung von Gastronomie und Beherbergung so schnell wie möglich beginnen.

Die Standortentscheidung des Fraunhofer Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden zur Errichtung des innovativen energie- und versorgungsneutralen schwimmenden Autartec-Hauses am Bergheider See hat dem Projekt eine zusätzliche Bedeutung verliehen. Neben der geplanten Forschungstätigkeit entsteht hier ein weiterer Besuchermagnet.

„Für die künftige Entwicklung der Lausitz auch nach dem Ende des Kohlebergbaus bedarf es von allen Beteiligten Engagement, Mut und Tatkraft. Das Amt ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen, privatwirtschaftliche Initiative soll die Umsetzung der Pläne künftig komplettieren. Wir wollen das weiter fördernd begleiten und unterstützen“, sagte Ministerin Schneider.

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