30.08.2018Ministerin präsentiert neuen Landesnahverkehrsplan

Die Zeit der Abbestellungen ist vorbei

Mehr Platz, komfortablere  Züge, schnellere Verbindungen und gute Anschlüsse – für die Fahrgäste enthält der neue Landesnahverkehrsplan zahlreiche Vorhaben, die den Schienenpersonennahverkehr in den kommenden Jahren verbessern. Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat  den Plan heute in Potsdam vorgestellt.

„Die Zeit der Abbestellungen ist vorbei. Der Landesnahverkehrsplan 2018 stellt die Weichen für 10 Millionen mehr Zugkilometer in den kommenden zehn Jahren. Das heißt, wir werden mehr Linien einrichten, mehr Züge auf die Schienen bringen, die Infrastruktur ausbauen und die Qualität des Angebots verbessern.  Wir wollen aber nicht nur ein größeres, sondern auch ein qualitativ besseres Angebot machen, mit einer besseren Vertaktung von Bussen und Bahnen, W-LAN in den Zügen und mehr Barrierefreiheit. Um dies alles zu erreichen, brauchen wir Investitionen in die Infrastruktur, die wir bereits angeschoben haben. Der neue Landesnahverkehrsplan ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der Mobilitätsstrategie 2030.“

Neue Linien und größere Züge

Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg entwickelt sich sehr dynamisch. Die Pendlerzahlen steigen. Gerade in der Hauptverkehrszeit müssen auf vielen Linien die Kapazitäten erhöht werden. Die Maßnahmen im neuen Landesnahverkehrsplan 2018 sind darauf ausgerichtet. Der Anteil Brandenburgs am Regional- und S-Bahnverkehr lag im Jahr 2017 bei ewa 35 Millionen Zugkilometern. Die Verkehrsleistung  wird in den kommenden 10 Jahren um 10 Millionen Zugkilometer erhöht.

Ab 2018/2019: Folgende Verbesserungen sind bereits realisiert oder werden umgesetzt:

  • RE 2/ RB 10: Taktverdichtung Berlin – Nauen in der Hauptverkehrszeit
  • RE 2: Verstärkerzug Berlin – Cottbus auch am Wochenende in der Sommersaison
  • RE 6: Während der Landesgartenschau in Wittstock, 60-Minuten-Takt am Wochenende auch zwischen Wittenberge und Neuruppin, eine zusätzliche tägliche Spätverbindung in diesem Abschnitt
  • RE 7: zusätzlicher Zug Berlin-Bad Belzig in der Hauptverkehrszeit, Erhöhung der Kapazität von 320 auf 480 Sitzplätze

  • RB-Linie Lübben – Cottbus: 120-Minuten-Takt

  • RE 7, RB 12, und RB 25: Erhöhung der Fahrzeugkapazität vor allem in der Hauptverkehrszeit

  • RB 13: Nauen- Berlin Erhöhung der Sitzkapazität von 460 auf 600 Plätze

  • RB 10: Erhöhung der Kapazität von 460 auf 600 Sitzplätze

  • RB 26 : Abfahrt ab Berlin Ostkreuz statt Berlin Lichtenberg, Erhöhung der Kapazität von 280 auf 420 Sitzplätze Berlin-Müncheberg

  • RE 3 / RB 61: 60-Minuten-Takt im Abschnitt zwischen Angermünde und Schwedt (Oder) auch am Wochenende

  • RB 54: probeweiser ganzjähriger Betrieb nach Rheinsberg

  • RB 43: Taktverdichtungen nach Herzberg (Elster) durch Verlängerung weiterer Fahrten

  • RB 49: 120-Minuten-Takt auch am Wochenende Cottbus – Ruhland – Falkenberg (Elster)

Weitere Angebotsverbesserungen sind noch in der Prüfung. Die Umsetzung der Maßnahmen bedeutet eine Leistungssteigerung von etwa  2 Millionen Zugkilometern, von 35 auf 37 Millionen in den nächsten zwei Jahren.  

Ab Dezember 2022:  Neue Linien, erhebliche Taktverdichtungen

Mit der im vergangenen Jahr gestarteten Ausschreibung für das Teilnetz Elbe-Spree (NES) werden die Angebote ausgeweitet. Insgesamt werden 5 Millionen Zugkilometer mehr bestellt, davon ca. 3, 5 Millionen im Land Brandenburg.

  • RE1: drei statt zwei Fahrten pro Stunde zwischen Frankfurt(Oder) und Brandenburg an der Havel  in der Hauptverkehrszeit (HVZ)
  • RE2: Nauen – Cottbus neue Linienführung; Übernahme des Nordostastes in Richtung Wittenberge und Wismar durch neue Linie RE8
  • RE2:  30-Min-Takt im Abschnitt Berlin – Lübbenau (HVZ)
  • RE3: Neue Linienführung: Stralsund / Schwedt – Berlin – Ludwigsfelde – Jüterbog (HVZ)
  • RE4: Neue Linienführung Rathenow – Berlin –Jüterbog– Falkenberg(Elster)/ Wittenberg
  • RE5: Rostock–Berlin; Neue Linienführung.
  • RE6: Berlin-Spandau nach Berlin-Charlottenburg
  • RE 7: Neue Linienführung Dessau–Berlin–Senftenberg;
  • RE8a: Neue Linie Wismar–Wittenberge-Berlin-Flughafen BER
  • RE8b Neue Linie: Berlin–Elsterwerda/Finsterwalde (nach Inbetriebnahme Dresdner Bahn Durchbindung der Linie auf Laufweg Wismar–Wittenberge– Berlin–Elsterwerda/Finsterwalde)
  • RE10 Cottbus–Leipzig Fahrplananpassung für bessere Fernverkehrs-anschlüsse in Leipzig angestrebt
  • RE13: Neue Linie Cottbus–Senftenberg, dadurch auf dieser Relation Verdichtung auf 30-Minuten-Takt (Mo-Fr)

Verbesserungen durch neue Ausschreibungen nach 2022

Auch mit den folgenden Ausschreibungen in den Netzen Nord-Süd, Ost- und Nordwestbrandenburg oder Heidekrautbahn sind weitere Taktverdichtungen und neue Linien geplant. Beispiele dafür sind:

  • RE 4: Berlin-Rathenow 30-Minuten-Takt
  • Heidekrautbahn-Stammstrecke
  • RE 6: Hennigsdorf-Neuruppin 30-Minuten-Takt
  • RE 3: Berlin-Angermünde 30 Minuten-Takt

Die künftigen Verkehrsverträge haben eine Laufzeit von etwa 15 Jahren. In dieser Zeit ist es wichtig, nachsteuern zu können. Deshalb werden die Verträge entsprechend ausgestaltet.

Moderationsverfahren Wustermark:  Neue Linienführung der  RB 21 Potsdam  –  Berlin-Gesundbrunnen

Mit dem neuen Landesnahverkehrsplan werden spürbare Verbesserungen des Schienenverkehrsangebots  für das ganze Land zu erreicht. Bei den Planungen für neue Linien kommt es allerdings auch zu Zielkonflikten. Der Zielkonflikt zur Bedienung des Bahnhofs Wustermark konnte mit dem Landesnahverkehrsplan nicht gelöst werden. Ab Dezember 2022 soll der Bahnhof von der Linie RB21 nicht mehr angefahren werden. Der Zug fährt nach jetziger Planung von Potsdam über  den Wissenschaftsstandort Golm  und den Wustermarker Ortsteil Elstal nach Berlin- Gesundbrunnen. Die Bedienung des Bahnhofs Wustermark durch den RE4 im Stundentakt bleibt erhalten. In einem Moderationsverfahren soll ein akzeptabler Kompromiss gefunden werden. Geleitet wird das Verfahren von Hans Leister, Gesellschafter der Innoverse GmbH, Beratungsgesellschaft für Verkehrsangelegenheiten.

Ausbau der Infrastruktur

  • i 2030

Neubestellungen stoßen immer wieder an die Grenzen der Infrastruktur. In der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg wurden deshalb mehrere Ausbauprojekte auf den Weg gebracht, wie den Ausbau des Karower Kreuzes oder  der Dresdner Bahn. Es sind aber noch weitere Maßnahmen notwendig. Um die erforderlichen Planungsprozesse auf den Weg zu bringen, haben Berlin und Brandenburg mit der Deutschen Bahn AG im Oktober 2017 eine Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur Berlin-Brandenburg – i2030 geschlossen. In diesem Jahr werden die Länder voraussichtlich insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung stellen. Projektgruppen analysieren die Maßnahmen und Varianten zur Ertüchtigung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur. Daraus werden Erkenntnisse gewonnen, was, wann und wo baulich umgesetzt werden kann und welche Kosten entstehen. Berücksichtigt werden Regionalbahnstrecken und S-Bahnlinien gleichermaßen. Im Blickfeld stehen acht Korridore, für die Varianten untersucht werden:

­   Berlin-Spandau-Nauen

­   Potsdamer Stammbahn

­   Prignitz Express/Velten

­   Nordbahn/Heidekrautbahn

­   RE1

­   Berlin-Dresden/Rangsdorf

­   Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen

­   Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S-Bahnnetz

Die  Leistungsfähigkeit des S-Bahn-Systems wird auch im Berliner Umland erhöht werden müssen. Das beinhaltet je nach Strecke entweder  die Verdichtung von Takten oder Verlängerungen des Streckennetzes. Auch dafür muss zusätzliche Infrastruktur geschaffen werden. Beispiele:

Taktverdichtung:

  • S 5 Hoppegarten/Strausberg
  • S 1 Oranienburg
  • S 2 Bernau

Verlängerung:

  • S25 Teltow Stadt – Stahnsdorf Sputendorfer Str.
  • S25 Hennigsdorf – Velten
  • S2 Blankenfelde – Rangsdorf

Einzelheiten zu Projekten, bei denen mit der Planung begonnen wurde, finden Sie hier: https://mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.588647.de

 

  • Über das Projekt i 2030 hinaus:

Auch über die Korridore im Berliner Umland hinaus ist der Ausbau weiterer Strecken notwendig. Das Land setzt sich beim Bund und der Deutschen Bahn AG  für Projekte ein, die die Verkehrsverhältnisse im gesamten Land,  insbesondere auch in den ländlichen Räumen der Hauptstadtregion verbessern. 

  • Elektrifizierung und gleichzeitige Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 160 km/h auf der Stammstrecke der Lehrter Bahn Strecke Wustermark – Rathenow – Stendal. Ziel: Entflechtung des Regionalverkehrs und des schnellen Fernverkehrs; 30-Min.-Takt RE 4, Prüfung eines Haltes in Groß Behnitz
  • Elektrifizierung der Strecken Cottbus – Spremberg – Landesgrenze (–Görlitz) und Cottbus – Forst (Lausitz) – Bundesgrenze.
  • Beschleunigungsmaßnahmen und Knotenausbau Cottbus – Dresden und Cottbus – Leipzig
  • Elektrifizierung und Ausbau der Ostbahn RB 26

Finanzierung

Für die Finanzierung der Maßnahmen stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung, die miteinander verknüpft werden müssen. Der Einsatz von Landesmitteln soll schrittweise erhöht werden.  Mit der 2016 beschlossenen Neuordnung der Regionalisierungsmittel, haben die Länder bis zum Jahr 2031 Planungssicherheit. Ab Mitte der 20er Jahre werden die Ausgaben in zunehmendem Umfang die zur Verfügung stehenden Regionalisierungsmittel übersteigen. Deshalb sollen Landesmittel für den ÖPNV eingesetzt werden.

Gleiches gilt auch für Investitionen in die Infrastruktur, wie den barrierefreien Ausbau von  Bahnhöfen oder den Bau P+R bzw. B+R Parkplätzen. Hier  hat das Land ab 2013 einen erheblichen Anteil an sogenannten Entflechtungsmitteln für entsprechende Investitionen verwendet.. Die Entflechtungsmittel werden vom Bund ab 2019 nicht mehr direkt zur Verfügung gestellt. Verkehrspolitisches Ziel ist, die erfolgreiche Förderung von Investitionen im ÖPNV ab 2020 mit Landesmitteln fortzusetzen. In diesem Jahr werden für 80 Vorhaben 36 Millionen Euro eingesetzt. Gefördert wird beispielsweise der Umbau des Bahnhofs Cottbus, zwei neue barrierefreie Bushaltestellen in Brandenburg an der Havel und ein neuer Park and Ride Parkplatz errichtet im uckermärkischen Tantow.

2017 wurde das ÖPNV-Gesetz überarbeitet.  Es enthält die notwendigen Regelungen und Anpassungen, um die Landkreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger für den „kommunalen“ Öffentlichen Personennahverkehr in den kommenden Jahren mit zusätzlich 48 Millionen Euro zu unterstützen: 2017:  3 Millionen Euro, 2018: 10 Millionen Euro, 2019: 11 Millionen Euro, 2020-2022: jeweils 8 Millionen Euro. Die zusätzlichen Mittel sollen den Aufgabenträgern für die Umsetzung der Barrierefreiheit in Straßenbahnen, Bussen und an Haltestellen zur Verfügung stehen. Dies leistet einen Beitrag den Ein- und Ausstieg in die Fahrzeuge für Menschen zu erleichtern, die in ihrer Mobilität ein-geschränkt sind.

Bahnhöfe und Barrierefreiheit

In den vergangenen Jahren ist das Angebot für die Fahrgäste in den Zügen und auf den Bahnhöfen verbessert worden. 314 Bahnhöfe gibt es in Brandenburg, davon sind 188 barrierefrei ausgebaut, 99 sind stufenfrei erreichbar, 9 Stationen sind nicht stufenfrei erreichbar. Das Programm zum barrierefreien Ausbau von Bahnsteigen und Bahnhofsplätzen wird fortgeführt.  Beispiele:

  • In Bau: Ersatzneubauten und Barrierefreiheit der Bahnsteiganlagen in Cottbus, Ruhland, Lauchhammer, Sachsenhausen
  • In Planung: Ersatzneubauten und Barrierefreiheit der Bahnsteiganlagen in Falkenberg (Elster), Guben, Finkenheerd, Eisenhüttenstadt und Wilhelmshorst, Ergänzung von Aufzügen in Löwenberg, Ortrand und Brand Tropical Islands
  • In Vorbereitung: Barrierefreie Erschließung Bahnhof Fürstenberg/ Havel, Anlage des Bahnhofs Potsdam Pirschheide (oben).

Das Land will die Nachnutzung von Bahnhofsgebäuden unterstützen. Deshalb wurde die Kompetenzstelle Bahnhof ins Leben gerufen. Sie soll Kommunen und private Investoren bei der Entwicklung von Konzepten beraten. Dabei geht es unter anderem um die Vermittlung von Kontakten zu den Eisenbahnverkehrsunternehmen, um Informationen zu Fördermöglichkeiten und die fachliche Begleitung bei Grunderwerb und Baurecht. Die Kompetenzstelle Bahnhof wurde bei der VBB GmbH eingerichtet.

Gute Anschlüsse von Bus und Bahn und Digitalisierung

Im System des Öffentlichen Personennahverkehrs sind kurze Umsteigezeiten zwischen Bussen und Bahnen wichtig um die Attraktivität des Angebots zu erhöhen. Die gute Verknüpfung beider Verkehrsträger wird vor allem mit PlusBussen erreicht. Die stetig wachsende Nachfrage auf den bereits bestehenden Linien belegt, dass die Verbindungen und die Ausstattung der Fahrzeuge bei den Fahrgästen gut ankommen. Deshalb sollen die kommunalen Aufgabenträger auch zukünftig bei der Umsetzung des PlusBus- Konzepts unterstützt werden. Das PlusBus-Netz ist seit 2014 stetig gewachsen, inzwischen gibt es 13 Linien mit  kurzen Umsteigezeiten zu den Bahnen.

Geplant  ist auch der Einsatz von Fahrgastinformations- und Kommunikationsanlagen mit Echtzeitdaten auf Displays sowie Notrufeinrichtungen. Dabei sollen den Fahrgästen auch Echtzeitdaten zur Platzbelegung in den Waggons durch Personen und Fahrräder zukünftig am Bahnsteig und in den Onlinemedien zur Verfügung gestellt werden. Zu den neuen Qualitätsstandards gehört auch ein flächendeckendes WLAN-Angebot in den Regionalzügen.

Ziel aller Kommunikationsmaßnahmen ist, Informationen zu Fahrplan- und Tarifangeboten den Kunden leicht verständlich und verlässlich bereitzustellen. Hierzu zählt auch die Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips. Informationen werden so bereitgestellt, dass sie über mindestens zwei Sinne wahrgenommen werden können.  Nur so wird die Benutzung des ÖPNV-Systems attraktiver und einfacher werden.

Verbindungen nach Polen

Wichtiges Ziel des Landes ist der Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs nach  Polen. Das Verkehrsangebot soll erhöht werden, als Alternative zum Straßenverkehr. Dies ist eine Voraussetzung um die wirtschaftlichen Verflechtungen weiter zu verbessern und grenzüberschreitende Entwicklungspotenziale zu nutzen. Beispiele dafür sind:

  • Berlin-Angermünde-Szczecin: Zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung
  • Berlin – Küstrin-Kietz – Kostrzyn – Gorzów: Elektrifizierung, bedarfsgerechter Ausbau
  • Berlin – Frankfurt (Oder) – Zielona Góra: Bessere Vernetzung der Regionalverkehre
  • Berlin – Cottbus – Wrocław: Einrichtung einer täglichen Fernverkehrsverbindung

Anbindung Flughafen BER

Die Anbindung des neuen Flughafens BER wird durch leistungsfähige Schienenverbindungen gesichert. In Abhängigkeit mit der Fertigstellung der Dresdner Bahn werden die Kapazitäten in den kommenden Jahren schrittweise erhöht. 

Rückblick

Mit Blick auf die steigenden Pendlerzahlen hat das Land auch in den vergangenen vier Jahren zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, um das Angebot für die Fahrgäste zu verbessern.  Zum Beispiel:

  • Streckenausbau und Angebotsausweitung (Einführung 20-Minuten-Takt) auf der S-Bahn-Strecke Strausberg – Strausberg Nord
  • Einbindung aller Linien in Wittenberge in den Taktknoten
  • Herstellung eines Taktknotens in Wriezen durch die Reaktivierung der zweiten Bahnsteig-kante, Kürzere Fahrzeiten der RB 60
  • Anbindung der Station Berlin Ostkreuz an den Regionalverkehr mit Aufnahme von Direktverbindungen in Richtung Brandenburg(Havel), Cottbus ,Eberswalde, Frankfurt (Oder) Senftenberg, Templin und Werneuchen

  • Einführung eines Zugpaares (Kulturzug) Berlin – Cottbus – Breslau an den Wochenenden

  • Zusätzlicher  Regionalbahnsteigs in Potsdam-Griebnitzsee ermöglicht Regionalbahnhalt auch in Fahrtrichtung Berlin – Potsdam; somit eine Verbindung der Potsdamer Universitätsstandorte im 30-Minuten-Takt

  • Ergänzung des Angebots zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus durch drei zusätzliche Expresszugpaare

  • Fahrzeitverkürzungen und Angebotsanpassungen nach. Ausbau der Strecke Berlin – Rostock auf 160 km/h

  • Neue Haltepunkte in Zellendorf (TF) und Blumberg-Rehhahn (BAR)

Auch mit dem Umbau des Bahnhofs in Cottbus wurde begonnen. Gleichzeitig hat die Planung für den zweigleisigen Ausbau auf der Linie des RE2 im Abschnitt zwischen Cottbus und Lübbenau begonnen. In den Jahren 2013 bis 2017 hat das Land den Bau von 2000 P+R Parkplätzen und 2500 neuen B+R Stellplätzen unterstützt.

Grundlage für den Landesnahverkehrsplans ist die strategische Verknüpfung zwischen der Mobilitätsstrategie 2030, der Strategie Stadtentwicklung und Wohnen und dem Landesentwicklungsplan. Ein Schwerpunkt des Landesentwicklungsplans ist die Entwicklung in den Städten und Gemeinden entlang der Eisenbahnverbindungen.  Mehrverkehre, die durch wachsende Städte entstehen sollen verstärkt von den umweltfreundlichen Bahnen übernommen werden. Die Mobilitätsstrategie sieht daher mehr Züge und eine bessere Qualität des Angebots vor.  Die Strategie Stadtentwicklung und Wohnen unterstützt den Bau von bezahlbaren Wohnungen, die Entwicklung der Innenstädte und der Bahnhofsumfelder. Das Ziel dieses strategischen Rahmens ist es, Wachstum ins ganze Land zu tragen.

Link zum Landesnahverkehrsplan

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt

Portraitfoto MIL-Pressesprecher Steffen StreuSteffen Streu © Steffen Streu

Referatsleiter Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher
Steffen Streu
E-Mail: Pressesprecher
Tel.: 0331-866 8006
Fax: 0331-866 8358


Terminvorschau

  • Terminvorschau 
    Ministerin Kathrin Schneider
    Staatssekretärin Ines Jesse