Erweiterung & Neuansiedlung großer Lebensmittelmärkte

Eingang zum Lebensmittelgroßmarkt © MIL

Der Strukturwandel  im Lebensmittelhandel hält an. Für eine wohnungsnahe Grundversorgung sind derzeit die modernen Lebensmittelmärkte von grundlegender Bedeutung, in denen die große Mehrheit der Verbraucher Lebensmittel und andere Güter des kurzfristigen Bedarfs einkauft.

Die Neuansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben der führenden Lebensmittel-Discounter haben inzwischen überwiegend Verkaufsflächen von bis zu 1.200 m² oder sogar 1.500 m².  Die Zahl der kleineren Lebensmittelläden mit einer Verkaufsfläche unter 800 m² ist rückläufig. Das Grundversorgungsnetz wird dadurch immer grobmaschiger. Eine wohnungsnahe Grundversorgung muss jedoch gewährleistet bleiben.

Dazu gehört, dass moderne Lebensmittelmärkte grundsätzlich in die zentralen Versorgungsbereiche, also in die Innenstädte und Ortszentren gehören und die Verkaufsfläche erweitert wird. Die größeren Einzelhandelsbetriebe müssen im Interesse einer qualifizierten Nahversorgung und Stärkung der Zentren grundsätzlich in zentralen Versorgungsbereichen untergebracht werden.

Der ASBW hat ein Leitfaden für den Umgang mit § 11 Abs. 3 BauNVO in Bezug auf die Betriebe des Lebensmitteleinzelhandels beschlossen. Um eine rechtssichere und einheitliche Bewertung dieser Erweiterungs-und Neuansiedlungswünsche vornehmen zu können, wurde eine Handlungsanleitung  erarbeitet und den Vertretern der Kommunen in einem Workshop vorgestellt.

Mit dem Leitfaden und der Handlungsanleitung kann die Prüfung der Vermutungsregelung des § 11 Absatz 3 Baunutzungsverordnung bei großflächigen Lebensmittelmärkten durchgeführt werden.

Beide Dokumente finden  Sie rechts unter „Anlagen“.