28.06.2018Stadtentdecker auch in diesem Jahr erfolgreich unterwegs

Pressemitteilung

Kinder und Jugendliche machen sich in Begleitung von Architektinnen und Architekten auf und erkunden ihre Stadt. Sie sehen dabei nicht nur die gewohnte Umgebung mit anderen Augen und lernen etwas über die Geschichte des Ortes in dem sie leben, sondern entwickeln auch Ideen, wie man die Stadt schöner und lebenswerter machen könnte.  

Die Stadtentdecker gibt es seit 2013 als Kooperationsprojekt des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung mit der Brandenburgischen Architektenkammer.  

Das Projekt „ Die Stadtentdecker“ ist in besonderer Weise geeignet, Grundsätze des zum Schuljahr 2017/18 erlassenen Rahmenlehrplans Klasse 1-10 umzusetzen. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, fachspezifische wie fachübergreifende Kompetenzen zu entwickeln, indem sie lebensbedeutsames Wissen erwerben, das erworbene Wissen vernetzen und gestaltend in selbständiger Arbeit umsetzen. Die Im Rahmenlehrplan genannten übergreifenden Themen wie Mobilität, Kulturelle Bildung, Vielfalt oder Demokratie können im Projekt optimal bearbeitet werden. Für die Klassen 1 bis 10 wird es als besonders gutes Beispiel für interdisziplinäre Kompetenzentwicklung genutzt. Die Stadtentdecker stehen dabei fächerübergreifend auch für Themen wie  „Mobilität“, „Kulturelle Bildung“, „Vielfalt“ und „Demokratie“. Das Projekt Stadtentdecker wird durch das Infrastrukturministerium mit jährlich 50.000 Euro gefördert. Damit können pro Jahr zehn Projekte unterstützt werden.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider: „Stadtentwicklung geht alle an, auch Kinder und Jugendliche. Sie sind die Bewohner und Entscheider von morgen. In dem Projekt lernen sie mit fachkundiger Begleitung ihre Stadt sozusagen mit professionellem Blick anzusehen, lernen wie Stadtentwicklung funktioniert. Wer sich interessiert und einbringt ist enger verbunden mit seiner Stadt. Ich freue mich über die große Resonanz des Projekts auch in diesem Jahr.“

Mit der Stadtentdecker-Präsentation am 29. Juni um 16 Uhr in Kremmen (Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11) geht das Stadtentdecker-Schuljahr 2017/2018 zu Ende. In Kremmen liegt das deutschlandweit wohl größte erhaltene, zusammenhängende Scheunenviertel. Etwa 40 Gebäude bilden, aneinandergereiht und locker gruppiert, ein Ensemble, das seit 1993 unter Denkmalschutz steht. Hintergrund der Entstehungszeit ab Mitte des 17. Jahrhunderts war ein kurfürstliches Verbot, Stroh und Futter weiterhin innerhalb der Stadt zu lagern ‐ Brände hatten immer wieder die Stadt verwüstet. Heute haben sich im Scheunenviertel Künstler, Handwerker und Cafes etabliert.  Auf diesem Hintergrund entwickelte sich die Idee für das Projekt „Die Stadtentdecker“. Mit Hilfe von Skizzen, Modellen und Plakaten liefert die Schülergruppe Ergebnisse, wie die historischen Scheunen kreativ in ein Stadtviertel für Kinder und Jugendliche umgestaltet, gefüllt und ergänzt werden könnte. Neue Funktionen vom Indoor‐Spielplatz über eine Fahrradwerkstatt, Skaterhalle oder Künstlerscheune werden untersucht und in bauliche Ideen umgesetzt, wie z.B. durch eingebaute Galerien oder überdachte Freibereiche und Brücken. So können im Projekt viele kreative Arbeitsbereiche bearbeitet werden: Stadt- und Quartiersplanung, Umnutzung, Neubau, Innenarchitektur und Freiraumplanung.

Allen Projekten gemeinsam ist das große Engagement, mit dem die Kinder an den Projekten arbeiten. Sie erfahren über das Projekt, dass ihre gebaute Umwelt nicht einfach „da“ ist, sondern gestaltet wurde und auch gestaltbar ist. Damit eignen sie sich ihre Stadt an, erproben Partizipation und werden Stadtbürger, die Verantwortung für ihre Umgebung übernehmen.

Zentrales Element bei den Stadtentdeckern ist neben dem Engagement der beteiligten Schulen und der projektbegleitenden Architekten auch die Mitwirkung der jeweiligen Kommune. So sind regelmäßig Vertreter der Stadtverwaltung und Stadtpolitik bei den Abschlusspräsentationen dabei, zum Teil werden die Arbeiten der Kinder anschließend im Rathaus der Stadt ausgestellt.

Im jetzt endenden Schuljahr wurden erneut 10 Projekte an Schulen realisiert. So hat eine sechste Klasse in Lebus sich mit den öffentlichen Plätzen auseinander gesetzt, ebenfalls eine sechste Klasse hat ihre Wünsche zum Thema „Traumhaus“ formuliert und in Modelle umgesetzt und in Nauen hat eine fünfte Klasse ihre Wünsche und Bedürfnisse für das neue Hortgebäude ausgearbeitet und präsentiert.

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