Dänische Delegation bei Ministerin Schneider

Ministerin mit dänischer Delegation © MIL

Dänemark ist Vorreiter in Europa, wenn es um das Thema Fernwärme und die Integration von erneuerbaren Energien in die Wärmenetze geht. Während in Dänemark der Anteil der Fernwärme nutzenden Haushalte bei rund 63% liegt, sind es in Brandenburg bislang rund 29%. Auch beim Anteil von erneuerbaren Energien im Wärmesektor hat Dänemark die Nase vorn und liegt mit rund 40% deutlich vor Brandenburg.

Ministerin Kathrin Schneider begrüßte daher am 20. Juni 2018 eine dänische Delegation zu einem lebhaften Fachaustausch. 

Auch Brandenburg hat mittlerweile gute Beispiele des energetischen Umbaus im Quartier vorzuweisen. Die Wärmewende wird in Brandenburg als Stadtentwicklungsaufgabe betrachtet. In 23 brandenburgischen Städten wurden bislang 29 energetische Quartierskonzepte erstellt und die Fernwärme spielt hierbei meist eine zentrale Rolle. In Deutschland werden Konzepte und Projekte durch verschiedene Förderprogramme finanziell gefördert um die Wärmewende voranzubringen.

Dänemark hingegen verfolgt einen anderen Ansatz. Dort werden fossile Brennstoffe und Technologien durch Steuern verteuert, um damit CO²-freie/-arme Technologien wirtschaftlicher zu machen. Zudem hat sich Dänemark seit der Ölkrise in den siebziger Jahren intensiv mit dem Thema Fernwärme beschäftigt und somit viele Jahre Vorsprung an Erfahrungen beim Thema.

Nach dem Treffen mit Frau Ministerin Schneider ging es weiter zu den Stadtwerken Potsdam. Hier wurde ein Heizwerk und der deutschlandweit größte Wasserspeicher (Power-to-Heat) besichtigt und der Erfahrungs- und Wissensaustausch mit dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) und brandenburgischen Energieversorgern fortgesetzt.

Kontakte

Referat 22: Bautechnik, Energie, Bau- und Stadtkultur
Britta Bieschke
Tel.: 0331-866 8204
Kirsten Kleinheyer
Tel.: 0331-866 8187