06.07.2015Die Stadtentdecker: Land finanziert Projektfortsetzung

Kinder und Jugendliche beteiligen sich aktiv an Stadtentwicklung

Kind (Spielfigur) auf Entdeckungstour vor einer Häuserfassade © Stadtkontor, MIL, A.Hass

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider präsentierte heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Brandenburgischen Architektenkammer, Bernhard Schuster die Dokumentation der ersten sieben Stadtentdeckerprojekte 2013/2014. Das Land wird dieses zukunftsweisende Projekt zur Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an der Stadtentwicklung auch 2015 und 2016 mit je 25.000 Euro weiter unterstützen. Mit dem Bildungsministerium ist die exemplarische Nutzung bei der Einführung des neuen Rahmenlehrplans vereinbart.

Im Kulturlandjahr 2013 zum Thema „Kindheit in Brandenburg“ wurde das Projekt „Die Stadtentdecker“ der Arbeitsgemeinschaft STÄDTEKRANZ und der Brandenburgischen Architektenkammer erfolgreich gestartet. Das Land unterstützte das Vorhaben mit insgesamt 35.000 Euro in 2013 und 2014 aus Lottomitteln.

Das Projekt geht jetzt mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) weiter. Das MIL stellt für 2015 und 2016 je 25.000 Euro für jährlich 10 Projekte zur Verfügung. Damit kann die Projektbetreuung durch Berater/innen, Architektinnen und Architekten finanziert werden. Die jeweiligen Städte steuern einen Eigenanteil von 1000 Euro bei.

Das Bildungsministerium hat veranlasst, dass die Stadtentdecker bei der Einführung des neuen Rahmenlehrplans für die Klassen 1 bis 10 in Berlin und Brandenburg als besonders gutes Beispiel für interdisziplinäre Kompetenzentwicklung genutzt werden. Der Lehrplan soll zum Schuljahr 2017/18 an den Schulen eingeführt werden. Die Stadtentdecker stehen dabei fächerübergreifend auch für Themen wie  „Mobilität“, „Kulturelle Bildung“, „Vielfalt“ und „Demokratie“.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider: „Stadtentwicklung geht alle an und gerade auch Kinder und Jugendliche. Sie sind die Bewohner und Entscheider von morgen. In dem Projekt lernen sie mit fachkundiger Begleitung ihre Stadt sozusagen mit professionellem Blick anzusehen, lernen wie Stadtentwicklung funktioniert. Wer sich interessiert und einbringt ist enger verbunden mit seiner Stadt. Ich bin sehr froh, dass alle Partner sich engagiert haben, um das Projekt fortzusetzen.

Bernhard Schuster, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: „Zwei wichtige Ziele der Stadtentdecker sind erreicht: Kinder und Jugendliche an der Entwicklung ihrer Städte partizipieren zu lassen und auf diese Weise die Identifikation mit ihren Heimatorten zu fördern. Die Dokumentation zeigt nicht nur die erfolgreich abgeschlossenen Projekte, sie soll vielmehr Schulen in ganz Brandenburg motivieren, zusammen mit ihrer Stadt und der Architektenkammer ebenfalls auf Entdeckungskurs zu gehen.“

Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel und Vorsitzende des Städtekranzes Berlin-Brandenburg: „Der Broschüre ging ein eineinhalbjähriger intensiver Arbeitsprozess voraus, dessen Ergebnisse alle Beteiligten in höchstem Maße positiv überrascht haben. Wie bei unseren Projekten der Mitmach-BUGA und der von Kindern und Jugendlichen vorgenommenen Gestaltung der BUGA-Spielplätze am Marienberg und auf dem Packhof haben die Schülerinnen und Schüler eine große Kreativität entwickelt. Sie haben sich aktiv in die Gestaltung eingemischt und uns – Verwaltung und Politik – eine neue Sicht auf unsere Städte gegeben.“

Bernd Jankofsky, Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM): „Die Stadtentdecker zeigen hervorragend, wie das Lernen in den einzelnen Unterrichtsfächern mit den überfachlichen Kompetenzen zusammengehen kann. Der künftige Rahmenlehrplan setzt mit dieser Verknüpfung einen besonderen Schwerpunkt, um das Lernen lebensnaher und selbstwirksamer zu gestalten.“

Dokumentation

Die Dokumentation der Stadtentdecker 2013/14 widmet jeder beteiligten Stadt ein eigenes Heft – ergänzt durch eine zusammenfassende Broschüre, die Ziele und Hintergründe des Projektes beleuchtet.

In den sieben Mitgliedsstädten des STÄDTEKRANZES – in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Jüterbog, Luckenwalde und Neuruppin – waren über 500 Schülerinnen und Schüler als Stadtentdecker unterwegs. Begleitet von je zwei Architektinnen oder Architekten betrachteten die Viert- bis Elftklässler ihre Heimatorte mit anderen Augen, erkundeten und dokumentierten deren positive wie negative Seiten und entwickelten Vorschläge, wie die Städte noch lebenswerter werden können. Ihre Arbeitsergebnisse präsentierten die jungen Experten zumeist in den Rathäusern der Öffentlichkeit. Neben Eltern, Lehrern und interessierten Bürgern informierten sich auch Stadtverordnete und Bürgermeister über die Erkenntnisse und Ideen der jungen Generation.

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