30.04.2015Schlosskirche öffnet als multifunktionales Zentrum

Pressemitteilung

Schlosskirche in Altlandsberg vor Abschluss der Sanierung © Grit Burkhart

Bauministerin Kathrin Schneider hat die sanierte Schlosskirche in Altlandsberg eröffnet. Das Gebäude wird zukünftig als Kultur- und Veranstaltungsort genutzt. Die Sanierung wurde mit rund 1,9 Millionen Euro aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert.

Bauministerin Kathrin Schneider: „Die Umgestaltung und Sanierung des Schlossgutes Altlandsberg erfolgt auf der Grundlage eines mit breiter Bürgerbeteiligung entwickelten Nutzungskonzeptes. Für das Engagement unter dem Motto ‚Junge Altstadt‘ wurden die Akteure beim Innenstadtwettbewerb 2014 ausgezeichnet. Die Schlosskirche wird neben dem Brau- und Brennhaus das kulturelle Herzstück des Schlossgutes. Die Stadt hat es hervorragend verstanden, verschiedene Fördertöpfe für das Gesamtprojekt zu kombinieren.“

Die ostbrandenburgische Kleinstadt Altlandsberg wird bereits seit 1991 aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert und erhielt bisher rund 20 Millionen Euro. Damit ist der Sanierungsbedarf nach Einschätzung des Brandenburger Bauministeriums weitgehend gedeckt. Die Sanierung in Altlandsberg hat bereits einen sehr guten Stand erreicht. Rathaus, Stadtmauer, Marktplatz und viele Ackerbürgerhäuser sind saniert.

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen hat die Stadt nicht nur eine öffentlichkeitswirksame Zertifizierung, sondern übernimmt damit auch Verantwortung für die historische Denkmalsubstanz der Stadt.

Das Schlossviertel Altlandsberg ist das letzte innerstädtische Areal, welches nach 20-jähriger erfolgreicher Sanierung der historischen Altstadt nunmehr im Rahmen eines ganzheitlich ausgerichteten Konzepts entwickelt wird. Das Brau- und Brennhaus bildet gemeinsam mit der Schlosskirche und dem Gutshaus eine Einheit.

Schlosskirche ohne Schloss

Altlandsberg besaß ursprünglich ein durch Otto von Schwerin ab 1657 erbautes Schloss, das für Brandenburgs König Friedrich I., der es dann 1708 kaufte, auch als Sommerresidenz diente. Am 12. Juni 1757 brannten das Schloss und Kirche ab. Vom Schloss sind davon nur noch wenige Reste erhalten. Die nun ehemalige Schlosskirche wurde hingegen ab 1768 unter Verwendung von Teilen des abgebrannten Schlosses erbaut. Sichtbarster Beleg ist der Einbau von drei Schlossportalen für den Kirchenbau. Die 1671 geweihte Kirche gilt als eines der wenigen Zeugnisse des Barock in der Region. Seit 1971 fanden in dem Gebäude keine Gottesdienste mehr statt. Bereits ab Anfang der Achtzigerjahre folgten Reparaturarbeiten und Umnutzung durch eine Kunstglaserei. Seit der Übernahme des als Baudenkmal ausgewiesenen Gebäudes 2008 durch Altlandsberg haben die Stadt und ein eigens gegründeter Förderverein die Verantwortung für die Entwicklung des Areals übernommen.

Neben den Fördermitteln für die Sanierung der Schlosskirche in Höhe von 1,9 Millionen Euro hat sich das Bauministerium auch mit rund 700.000 Euro an der Sanierung des Brau- und Brennhauses, den Außenanlagen, und der Sanierung von Scheunen und dem Kavaliershaus beteiligt.

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