10.10.2014Verbinden statt Verbände: Georgenhospital in Frankfurt (Oder) öffnet als große Wissenschafts-WG

Pressemitteilung

Termin: Montag, 13. Oktober

Zeit: 13.00 Uhr

Ort: Frankfurt (Oder), Berliner-Straße 23

Frankfurt (Oder) – Zwanzig Jahre stand es leer- nun zieht neues Leben ein: Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger eröffnet am kommenden Montag (13. Oktober) mit Oberbürgermeister Martin Wilke in Frankfurt (Oder) das sanierte und umgebaute ehemalige Georgenhospital als Boardinghaus für Studenten und Gastwissenschaftler der Europauniversität Viadrina. Das Brandenburger Bauministerium hat die für den Universitätsbetrieb dringend notwendige Bereitstellung weiterer moderner Wohn- und Arbeitsräume unterstützt, insbesondere durch erhebliche Fördermittel aus dem Programm der nachhaltigen Stadtentwicklung und aus dem Stadtumbauprogramm. So ist es gelungen, die denkmalpflegerisch schwierige Aufgabe seit der Übergabe der Förderbescheide 2012 zu meistern und nach einer vergleichsweise kurzen Umbauzeit das historisch bedeutsame Gebäude für die Stadt zurückzugewinnen.

Vogelsänger: „Durch die künftige Nutzung des Gebäudes als Begegnungsstätte für international Studierende und Gastwissenschaftler wurde nicht nur ein städtebaulicher Missstand beseitigt. Das Projekt wird auch dazu beitragen, den guten Ruf der Universitätsstadt Frankfurt (Oder) als eine überregional bedeutsame Bildungs- und Kulturstadt weiter in die Welt zu tragen.“

Das ehemalige Georgenhospital, dessen erste Spuren in das 14. Jahrhundert zurückreichen, ist eines der prägnantesten historischen Bauten der Lebuser Vorstadt. Früher diente das Hospital der medizinischen und seelsorgerischen Versorgung der ärmeren Stadtbevölkerung und Ortsfremder. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1794 und ist damit eines der letzten barocken Typenhäuser in der Oderstadt. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall erwarb es die Stadt 2010 im Rahmen einer Zwangsversteigerung.

Georgenhospital

An zentraler Stelle gibt es nun ein Angebot für auswärtige Studenten und Gastwissenschaftler, die sich befristet zu Studien- beziehungsweise Arbeitsaufenthalten in Frankfurt (Oder) aufhalten, zu moderaten Preisen unterzukommen. Auf tausend Quadratmeter Nutzfläche entstanden insgesamt 26 Wohn- und Arbeitszimmer, größtenteils mit integriertem Sanitär- und Küchenteil. Gemeinsame Aufenthaltsräume und Begegnungsflächen auf beiden Etagen und im Hof sollen die Kommunikation unter den Bewohnern erleichtern. Betreiber wird das Studentenwerk der Viadrina sein.

Um die Gesamtkosten in Höhe von 2,8 Millionen stemmen zu können, wurde ein intelligenter Finanzierungsmix in Anspruch genommen. Über das aus dem EU-Fonds EFRE finanzierte Programm der nachhaltigen Stadtentwicklung konnte das Brandenburger Bauministerium 950.000 Euro zur Verfügung stellen. Aus dem Stadtentwicklungsfonds wurde ein Darlehen in Höhe von 400.000 Euro bereitgestellt. Aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost flossen 967.000 Euro.

Zu Dank sind die Frankfurter und das Land Brandenburg auch der Max Kade Foundation New York verpflichtet, die mit einer großzügigen Spende in Höhe von rund einer halben Million Dollar das Projekt unterstützt hat. Die Stiftung fördert Begegnungsorte für Deutsche und Amerikaner. Unter anderem in Berlin, Potsdam, Dresden und Weimar existieren bereits solche Häuser. Als Gegenzug für die Unterstützung stellt das Frankfurter Studentenwerk sicher, dass ein gewisser Prozentsatz von Zimmern für amerikanische Studenten reserviert ist. Die Organisation geht auf den deutschen Pharmazeuten Max Kade zurück, der 1907 in die USA auswanderte, dort als Hersteller von Hustenmedizin erfolgreich war und sich für die deutsch-amerikanische Verständigung einsetzte. 1967 starb Kade und wurde in seiner alten Heimat Schwäbisch Hall beerdigt.

Frankfurt (Oder) wird seit 1991 aus Mitteln der Städtebauförderung unterstützt. Bislang wurden rund 175 Millionen Euro bewilligt. Weiterhin wurden aus der Wohnrauförderung wurden 173 Millionen Euro bereitgestellt. Neben den Programmen Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen und Stadtumbau Ost erhält die Stadt seit 2007 auch EFRE-Mittel aus dem Programm der nachhaltigen Stadtentwicklung.

 

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt

Portraitfoto MIL-Pressesprecher Steffen StreuSteffen Streu © Steffen Streu

Referatsleiter Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher
Steffen Streu
E-Mail: Pressesprecher
Tel.: 0331-866 8006
Fax: 0331-866 8358


Terminvorschau

  • Terminvorschau 
    Ministerin Kathrin Schneider
    Staatssekretärin Ines Jesse