07.11.2013Und weiter grüßen die Bären: Vogelsänger zur offiziellen Verkehrsfreigabe des neu gebauten Autobahndreiecks Barnim

Presssemitteilung

Termin: Montag, 11. November

Zeit: 14.00 Uhr

Treffpunkt: Überführungsbauwerk der B 2 über die A 10 in Richtung A 11 nach Prenzlau; die Anreise ist ausschließlich über die B 2 aus Richtung Berlin möglich; ausgeschildert zur A 11 in Richtung Prenzlau

Schwanebeck – Autofahrer im Nordosten Berlins dürfen sich künftig an einen neuen Namen gewöhnen. Am kommenden Montag (11. November) wird nach nur 29 Monaten Bauzeit mit der offiziellen Verkehrsfreigabe durch Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger das komplett neu gebaute Autobahndreieck Schwanebeck in Autobahndreieck Barnim umbenannt und steht damit auch dem Namen nach in der Reihe anderer Autobahnkreuzungspunkte, die vorzugsweise nach den sie umgebenden Landschaften bezeichnet werden. Von den Landkarten verschwindet auch die frühere Anschlussstelle Weißensee – sie ist nun im Dreieck Barnim integriert. Den gewohnten Blick auf die Bären müssen die Vorbeifahrenden nicht missen: Sie wurden mit dem Neubau der Bärenbrücke erhalten.

Die Baukosten einschließlich Grunderwerb und Landschaftspflege belaufen sich auf  57,546 Millionen Euro. Davon werden 20 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) finanziert. 

Das Autobahndreieck ist der Knotenpunkt der A 10 und A 11. Mit der starken Zunahme des Verkehrs nach 1990 und der prognostizierten Verkehrsentwicklung für 2025 gehört das Vorhaben gehört zu den Verkehrsprojekten „Deutsche Einheit”.

Die bauvorbereitenden Maßnahmen begannen ab Winter 2009/2010 mit der Holzung. Es folgten Grabungen im Rahmen archäologischer Untersuchungen und die Verlegung von Leitungen. Der Umbau verlief in sechs Bauphasen seit Mai 2011 bis Ende Oktober bei fließendem Verkehr. Zwischenzeitlich waren eine Vielzahl von provisorischen Fahrbahnen und unterschiedlichen Verkehrsführungen erforderlich.

Problematisch war früher insbesondere der Abstand zwischen dem Autobahndreieck und der alten Anschlussstelle Berlin-Weißensee. Im Bereich der linken Richtungsfahrbahn (von A 10 Ost zur A 10 Nord) lagen zwischen den Ein- und Ausfädelungsstreifen nur 200 Meter. Nun entstand ein Kreuz mit so genannten Überfliegern, bei dem die Anschlussstelle Berlin-Weißensee in das Autobahndreieck integriert wurde.

Die Bärenbrücke über der A 11 war bereits in den Neunzigerjahren instand gesetzt worden und deshalb im guten Zustand. Unter der alten Brücke wird die A 11 nach Norden geführt. Für die linke Fahrbahn der A 11 wurde in der Landesstraße 313 ein in der Form und der Gestaltung an die vorhandene Bärenbrücke angepasstes neues Bauwerk errichtet. Das Bärenrelief sind an der neuen Brücke angebracht - für den Vorbeifahrenden wieder auf der rechten Seite. Mit dieser Lösung wird ein wichtiges Zeugnis aus der Anfangszeit des Autobahnbaus in Deutschland bewahrt.

Umfangreiche Begleitmaßnahmen im Natur- und Umweltschutz

Im Rahmen der landschaftspflegerischen Begleitplanung wurden artgerechte Querungsmöglichkeiten für Otter und Amphibien geschaffen. Zu erhaltende Einzelbäume wurden während der Bauphase vor direkten Beschädigungen geschützt. Zu den Ausgleichsmaßnahmen gehören die Entsiegelung nicht mehr benötigter Fahrbahnflächen, die Anlage von Sukzessionsflächen, die Bepflanzung der Waldränder entlang der Autobahn.

Die Gestaltungsmaßnahmen dienen vornehmlich dem Ausgleich von Beeinträchtigungen des Landschaftsbilds und erfüllen Ausgleichsfunktionen für Boden, Klima/Luft und Biotope. Im konkreten Fall sind dies die Pflanzung autobahnbegleitender Gehölzbestände, die Ansaat der Bankette, Böschungen und Mulden, die Begrünung des Lärmschutzwalls.

An der Rampe Ost/Nord wurde zum Schutz von Neu Schwanebeck ein Lärmschutzwall errichtet. Weiterhin ist im Ausbaubereich der A 10 und A 11 einschließlich der Rampen im Autobahndreieck ein lärmmindernder Straßenbelag verwendet worden.

Technische Daten

Umbau A 10       3,3 km

Umbau A 11      3,0 km

Neubau B 2n    2,0 km

Umbau L 200/L 313         1,5 km

Neubau Wirtschaftsweg    0,5 km

Neubau von Geh- und Radwegen 1,7 km

Fahrbahnquerschnitte:

A 10       6-streifig mit Standstreifen

A 11       4-streifig mit Standstreifen

B 2n      4-streifig ohne Standstreifen

L 200     2-streifig

L 313     2-streifig

Fahrbahnflächen:

Betonbauweise (A 10)    115.000 m²

Asphaltbauweise (A 11, Rampen, B 2n, Landesstraßen)  180.000 m²

Provisorische Fahrbahnflächen für bauzeitliche Verkehrsführung   50.000 m²

Erdabtrag          430.000 m³

Erdauftrag         950.000 m³

 

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