02.02.2012Bildung mit Weitblick - Vogelsänger weiht Bildhaueratelier in Brandenburgs Wredowscher Zeichenschule ein

Presseeinladung

Termin:

Freitag, 3. Februar

Zeit: 11.00 Uhr
Ort: 14776 Brandenburg an der Havel, Wredowplatz 1

Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger eröffnet am Freitag (3. Februar) den fertig gestellten Ausbau eines Bildhauerateliers in der Wredowschen Zeichenschule. Der Um- und Ausbau kostete isngesamt rund 340.000 Euro. Das Brandenburger Bauministerium hat davon 256.000 Euro aus dem Programm Nachhaltige Stadtentwicklung bereitgestellt. Die Mittel kamen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit kann nun das Angebot der erfolgreichen Einrichtung erweitert werden.

Jörg Vogelsänger: „Die Zeichenschule hat sich in der Vergangenheit große Verdienste um das Kulturleben in Brandenburg erworben. Mit dem Geld kann aber nicht nur etwas für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft der Stadt getan werden. Die Wredowsche Zeichenschule leistet hervorragende Arbeit bei der künstlerischen Erziehung von Kindern und jungen Erwachsenen.“

Die Zeichenschule weckt und fördert kreative Talente von 4 bis 94. Denn hier gibt es auch einen Kurs, bei dem Kinder ihre Eltern und Großeltern mitbringen können.

Das Hauptgebäude wurde bereits 1996 mit Mitteln aus dem Programm URBAN I saniert. Der angefügte Anbau konnte dank der Fördermittel der Europäischen Union zu einem Bildhaueratelier umgebaut werden. Damit kann das Leitungsangebot, insbesondere für die Berufsausbildung von Gesellen und Meistern, im künstlerischen sowie gestalterischen Bereich erweitert werden. Außerdem verbesserten sich die Lehr- und Arbeitsbedingungen durch die Erweiterung des Platzangebots und die Zugänglichkeit für Menschen mit Handicap erheblich.

Es wurde in den vergangenen Monaten neben der Gebäudehülle, dazu gehörten Dach, Regenentwässerung, Fenster, Türen, Fassade sowie Bauwerksabdichtung auch eine Fußbodenheizung, die Elektroinstallation sowie Sanitäranlagen neu eingebaut. Zur barrierefreien Erschließung des Hauptgebäudes konnte ein Fahrstuhl eingebaut werden. Die Außenanlagen und Freiflächen sowie die Gebäudezugänge wurden ebenfalls neu- und barrierefrei gestaltet.

„Der Stadt Brandenburg ist es in den vergangen Jahren gelungen, verschiedene Förderprogramme erfolgreich miteinander zu verknüpfen. Insgesamt hat das Land rund 146 Millionen Euro für Stadtentwicklung und Stadterneuerung bewilligt. Hinzu kamen rund 230 Millionen Euro Wohnraumförderung. Dank dieser Fördermittel hat sich Brandenburg wieder zum attraktiven Ort für Wohnen und Arbeiten, Kultur und Freizeit sowie Bildung, Handel und Gewerbe entwickelt“, betont Jörg Vogelsänger.

August Julius Wredow

Ohne Unterstützung durch den Zeichenlehrer Ludwig Cauer (1866 – 1947) wäre auch August Julius Wredow (1805 – 1891) nicht zu einem der gefragtesten deutschen Bildhauer seiner Zeit geworden.

Der in der Havelstadt als Sohn eines Tuchhändlers geborene Bildhauer Wredow arbeitete als Schüler von Christian Daniel Rauch, Johann Gottfried Schadow sowie in Rom und Carrara. Nach seiner Rückkehr aus Italien lebte Wredow von 1841 bis zu seinem Tod am 21. April 1891 in Berlin, unterbrochen von einem erneuten Aufenthalt in Carrara von 1856 bis 1857. 1843 wurde er Senatsmitglied der Akademie der Künste und erhielt 1860 den königlichen Professorentitel.

Die Wredowsche Zeichenschule wurde im Jahr 1883 als Stiftung mit einem Bildungsauftrag gegründet. Heute sind die Akademie für Gestaltung im Handwerk und die Zeichenschule für Kinder und Jugendliche als Teile der Stiftung Kooperationspartner der Volks-hochschule Brandenburg.

Das Motto der Wredowschen Zeichenschule lautet immer noch: Zukunft bauen auf Wissen und Innovation - Bildung mit Weitblick. Das aus der Gründungszeit der Schule stammende Gebäude wird heute noch für diesen Zweck genutzt.

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