Barrierefreiheit in Brandenburger Städten

MIL setzt neue Schwerpunkte in Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Dahme/Mark, behindertengerechter Zugang zur Touristeninfo am Rathaus © MIL

Der Abbau von Barrieren in den Städten ist stark in den Mittelpunkt der Stadtentwicklung gerückt. Im Vordergrund steht dabei die Aufgabe, Brandenburg kinder-, familien- und seniorenfreundlicher und bedarfsgerechter zu gestalten. Die Landesregierung hat daher 2011 das familienpolitische Maßnahmepaket weiterentwickelt.

Das MIL unterstützt hier die Politik der Inklusion, d. h. die Politik, jeden Menschen in seiner Individualität zu akzeptieren und ihm zu ermöglichen, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben. Wir wollen die Städte barrierefreier machen. Das ist gut für alle Menschen.

Die Brandenburger Bevölkerung wird immer älter. Vieles, was älteren Menschen das Leben erleichtert, hilft auch Familien mit Kindern und es hilft auch Menschen mit Behinderungen. So hat sich das MIL im Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung neue Schwerpunkte gesetzt, etwa mit den Förderrichtlinien zur generationsgerechten Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen, der Förderung des Einbaus von Aufzügen in bestehende Wohngebäude im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung oder mit verschiedenen Wettbewerben.

Viele der bisher geförderten Maßnahmen kommen allen Bevölkerungsgruppen zu gute. Dies gilt für den Abstellplatz im Treppenhaus ebenso wie für den nachträglich eingebauten Aufzug oder barrierefreie öffentliche Gebäude und Räume. Um diese "guten Beispiele" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, hat das MIL den Infopool Stadtentwicklung eingerichtet.

Der barrierefreie Umbau unserer Städte, unserer Gebäude und unserer öffentlicher Räume wird von vielen Akteuren getragen. Es würde oftmals zu kurz greifen, wenn lediglich gesetzgeberische Auflagen erfolgten. Es gilt vielmehr, in einem Diskussionsprozess das öffentliche Bewusstsein zu verändern. Die Herstellung von Barrierefreiheit ist nicht ein gleichberechtigter Belang unter vielen, sondern ein Belang von hoher Priorität.

Eine neue Dynamik erhält der Abbau von Barrieren durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Landesregierung hat zu dieser am 29.11.2011 ein Maßnahmepaket zur Umsetzung der Konvention beschlossen.

Weitere interessante Informationen zum Thema Barrierefreiheit finden Sie in den nachfolgenden weiterführenden Beiträgen.

Weiterführende Beiträge:

  • Förderprogramme der nationalen Städtebauförderung

    Behindertenaufzug am Potsdam Museum Behindertenaufzug Potsdam Museum © MIL

    Die Förderprogramme der nationalen Städtebauförderung haben insbesondere zum Ziel, die gewachsene bauliche Struktur der Städte und Gemeinden zu erhalten und unter Berücksichtigung demografischer Rahmenbedingungen zeitgemäß fortzuentwickeln, die wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten durch städtebauliche Maßnahmen zu stärken sowie die natürlichen Lebensgrundlagen in der gebauten Umwelt zu schützen und zu verbessern.

  • Wettbewerbe

    Logo Innenstadtwettbwerb 2011 "Innenstadt! Barrierefrei?" © H.-J. Stricker, Kathrin Antrak

    Barrierefreiheit wird durch das MIL nicht nur durch finanzielle Anreize und Praxisregeln gefördert. Auch im Innenstadtwettbewerb war die Barrierefreiheit ein zentrales Thema.