Auf dem Weg zum bundeseinheitlichen Wohngeldantrag für den Mietzuschuss

Pilotphase in den Städten Brandeburg an der Havel und Potsdam

Wohngebiet mit Plattenbauten am Marktcenter Potsdam © MIL

Wohngeld hilft einkommensschwachen Bürgerinnen und Bürgern bei ihren Wohnkosten, um angemessenes und familiengerechtes Wohnen wirtschaftlich zu sichern. Das Wohngeld wird als Mietzuschuss (für Mieterinnen und Mieter) oder als Lastenzuschuss (für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer) geleistet.

Derzeit verfügt grundsätzlich jedes Bundesland über eigene Antragsformulare für das Wohngeld, die in der Gestaltung zum Teil erheblich voneinander abweichen. In enger Kooperation von Bund und Ländern wurde nunmehr ein einheitlicher Wohngeldantrag für den Mietzuschuss entwickelt, der zukünftig möglichst bundesweit Verwendung finden soll.

Vor seiner Einführung soll der einheitliche Antrag jedoch zunächst auch praktisch erprobt und auf Grundlage der hierbei gewonnenen Erkenntnisse angepasst und weiter optimiert werden. Die zeitlich auf einige Monate begrenzte Pilotierung beginnt im April 2019 und beschränkt sich auf den Wohngeldantrag für den Mietzuschuss in Papierform.

Zahlreiche Wohngeldbehörden aus verschiedenen Bundesländern haben sich bereit erklärt, den einheitlichen Wohngeldantrag in der Pilotphase testweise einzusetzen, wobei für das Land Brandenburg die Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel an der Pilotierung teilnehmen werden.

In den Pilotkommunen sollen Antragsteller für den Mietzuschuss während der Pilotierung anstelle des herkömmlichen Formulars den neuen Antrag ausfüllen. Auf die inhaltliche Prüfung der Anträge durch die Wohngeldbehörden und deren Ergebnis wird sich die Verwendung des Pilotantrags nicht auswirken.

Allgemeingültiges

Wenn Sie zum Kreis der Berechtigten gehören, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Wohngeld.

Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können, hängt von drei Faktoren ab:

  • Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens
  • Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und die Voraussetzungen nachweisen, dass Sie:

  • Mieter/Mieterin, Eigentümer/Eigentümerin oder eine gleichgestellte Person sind und den Wohnraum, für den Wohngeld beantragt wird, selbst nutzen,
  • den Mittelpunkt Ihrer Lebensbeziehungen in dieser Wohnung haben und
  • mit eigenem Einkommen plus Wohngeld Ihren notwendigen Bedarf zum Lebensunterhalt decken können. 

Wohngeldrechner

Mit einem Klick auf den nachfolgenden Link können Sie prüfen, ob Sie zur Inanspruchnahme von Wohngeld berechtigt sind:

Der Wohngeldrechner wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Berlin zur Verfügung gestellt. Ihre Daten werden automatisch vom Server gelöscht, wenn Sie das Interview beendet haben. Alle Berechnungsergebnisse beruhen auf Ihren Angaben. Ein Wohngeldanspruch lässt sich aus dieser Berechnung nicht ableiten. Auch kann der später von der Wohngeldbehörde berechnete Anspruch von dem Ergebnis der Online-Berechnung abweichen.

Antragsformulare

Formulare zur Antragstellung erhalten Sie bei der örtlichen Wohngeldbehörde Ihrer Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung. Dort erteilt man Ihnen auch umfassende Auskunft über Ihren individuellen Wohngeldanspruch – hier kann nur ein grober Überblick gegeben werden.

Ausschnitt Wohngeldantrag mit PC-Technik © MILAb sofort stehen Ihnen die Formulare zur Wohngeldbeantragung auch zum Download bereit. Sie befinden sich rechts unter Antragsfomulare. Eine Übersendung des Formulars per Mail an die Wohngeldbehörde ist für die Antragstellung nicht ausreichend.

Beantragen Sie erstmalig Wohngeld oder sind Sie umgezogen, verwenden Sie bitte den Erstantrag für Miet- bzw. Lastenzuschuss. Wurde Ihnen für die von Ihnen genutzte Wohnung bereits Wohngeld bewilligt, können Sie den verkürzten Weiterleistungsantrag benutzen.

Wenn Sie Wohngeld als Mieterin/Mieter einer Wohnung in Potsdam oder Brandenburg an der Havel beantragen wollen, verwenden Sie bitte das Antragsformular rechts unter "Pilotierung". Sie können dieses Formular am PC ausfüllen, anschließend ausdrucken und unterschrieben Ihrer zuständigen Wohngeldbehörde übergeben. Dieses Formular ist nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative steht Ihnen das herkömmliche Formular "Mietzuschuss" zur Verfügung (siehe rechts). Für weitergehende Informationen zur Pilotierung des bundeseinheitlichen Wohngeldantrags beachten Sie bitte auch den obigen Abschnitt sowie die Hinweise im Antragsformular. 

Auf Ihren Wohngeldantrag erteilt Ihnen die für Sie zuständige Behörde einen schriftlichen Bescheid. Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt, und zwar grundsätzlich ab dem 1. des Monats, in dem Sie den Wohngeldantrag gestellt haben. Danach ist ein neuer Antrag erforderlich.

Ihre Ansprechpartnerin/Ihren Ansprechpartner für Wohngeld im Land Brandenburg finden Sie rechts unter "Externe Links". 

Weiterführende Beiträge:

  • Hinweise zur Ermittlung des Wohngelds

    Menschen auf der Straße © MIL

    Für die Gewährung von Wohngeld müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Welche das sind und wie die Ermittlung des Wohngelds erfolgt, lesen Sie hier.

Kontakte

Referat 20: "Grundsatz, Recht, Wohngeld"
Sandra Harnisch
Tel.: 0331-866 8323
Eveline Pfaff
Tel.: 0331-866 8218


Pilotierung

Wenn Sie Wohngeld für eine Wohnung in Potsdam oder Brandenburg a.d.H. beantragen wollen, nutzen Sie bitte dieses - noch nicht barrierefreie - Antragsformular:

Barrierefreie Alternativen finden Sie unter "Antragsformulare".


Antragsformulare

Anträge auf Wohngeld zum Ausfüllen am PC

Wohngeldtabellen

externer Link zu den Wohngeldtabellen für 1 bis 6 zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder (BMI)