23.07.2010Ostprignitzer Gemeinden Breddin und Stüdenitz erhalten Ortsumgehung

Pressemitteilung

Breddin – Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg hat das Raumordnungsverfahren (ROV) für die „B 190n Ortsumgehung Breddin, Ortsumgehung Stüdenitz und Netzergänzung Zernitz – B 102“ abgeschlossen.

Das Raumordnungsverfahren für die Ortsumgehungen von Breddin, Stüdenitz und die Netzergänzung Zernitz bis zur B 102  - künftig B 190n - wurde jetzt mit einer landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen.

Im Raumordnungsverfahren wurden fünf Varianten auf ihre Raum- und Umweltverträglichkeit untersucht. Weiterhin wurde geprüft, ob durch die Planung erhebliche Beeinträchtigungen des Natura-2000-Gebiets „Dosse“ zu erwarten sind.

Im Ergebnis wird festgestellt, dass nur die Variante 5 eine raumverträgliche Variante darstellt. Vorgaben sind eine möglichst geringe Zerschneidung von Wald- und landwirtschaftlichen Nutzflächen, aktiver Lärmschutz betroffener Wohngebiete und eine Trassenführung in enger Bündelung mit der Bahnstrecke Berlin-Hamburg in Teilbereichen. Die Brücken über Dosse, Jäglitz und Schwenze sollen möglichst aufgeständert und hochwasserangepasst gestaltet werden.

Die anderen vier Varianten beanspruchen mehr Freiraum und stehen deshalb in Konflikt mit dem Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg.

Die künftige B 190n ergänzt das Netz aus großräumigen und überregionalen Straßenverbindungen. Damit sollen zentrale Orte besser erreichbar werden. Die geplanten Straßen schaffen langfristig auch eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen der künftigen A 14 (Magdeburg-Wittenberge-Schwerin) und der A 39 (Wolfsburg-Lüneburg). Mit der  Weiterführung nach Osten über Havelberg bis zur B 167 (Neuruppin) kann die Anbindung an die A 24 geschaffen werden.

Die landesplanerische Beurteilung hat gegenüber dem Träger des Vorhabens und gegenüber Einzelnen keine unmittelbare Rechtswirkung und ersetzt nicht die Genehmigungen, Planfeststellungen oder sonstigen Entscheidungen nach anderen Rechtsvorschriften. Die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens sind im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu berücksichtigen.

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