Denkmalschutz

Historische Bausubstanz erhalten

Ausschnitt: Detail einer alten Kirche, im Vordergrund ein Kunstwerk Historische Bausubstanz © MIR

Mit Denkmalschutz werden Zeugnisse der Baukunst und Lebensweise unserer Geschichte erhalten. Die Sicherung des kulturellen Erbes steht für Lebensqualität. Nach der Wende konnte der Verfall der historischen Stadtkerne im Land Brandenburg erfolgreich aufgehalten und umgekehrt werden - ein gelungenes Ergebnis des gemeinsamen Engagements von Bund, Land und Gemeinden. Die historischen Innenstädte konnten sich erfolgreich wieder zu lebendigen und unverwechselbaren Zentren mit vielfältigen Nutzungen entwickeln - attraktive Orte mit Zukunft.

Programm städtebaulicher Denkmalschutz 

Im Program städtebaulicher Denkmalschutz wurden seit 1991 30 Städte mit rund 731 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Nicht nur größere Städte wie Brandenburg an der Havel oder die Landeshauptstadt Potsdam konnten bisher wirkungsvoll die Programmmittel umsetzen, insbesondere auch die Tourismusstädte Rheinsberg, Templin, Werder/Havel und die Klein- und Landstädte haben sichtbar davon profitiert. Die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz wurde von den Kommunen in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden durchgeführt.

Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen"

Blick auf Altstadthäuser in LenzenStadterneuerung in Lenzen © MIR

Seit 1992 haben sich zudem die Städte mit den schönsten Stadtkernen unter der Schirmherrschaft des Bauministers zur Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen" im Land Brandenburg zusammengeschlossen. Aktuell gehören der Arbeitsgemeinschaft 31 Mitgliedsstädte an. Die jeweilige Unverwechselbarkeit und Schönheit der Stadtkerne wird der Öffentlichkeit bewusst gemacht. Die Bewohner der historischen Stadtkerne können stolz auf „ihre" Stadt und „ihre" Heimat sein.

Gemeinsames Ziel ist es, im Einklang mit der gesamtstädtischen Entwicklung die historische Bausubstanz zu erhalten, geeignete Nutzungen zu ermöglichen und die Stadtkerne damit dauerhaft als feste Bestandteile städtischen Lebens zu sichern. Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit und einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch können die Mitgliedsstädte die Aufgaben der erhaltenden Stadterneuerung besser lösen und sich gegenseitig unterstützen.

Weiterführende Beiträge:

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    Weberhaus mit Stadtteilmuseum nach der Sanierung © MIL

    Am 23. August 2018 wird der historische Kern von Babelsberg - das einstige Böhmische Dorf Nowawes – zum Denkmal des Monats gekürt. Stellvertretend dafür steht das Weberhaus in der Karl-Liebknecht-Straße 23, welches das Stadtteilmuseum beherbergt.

  • Ein verziertes Schmuckstück ist Denkmal des Monats

    Knaggenfiguren an der Fassade © terra press Berlin

    Am 28. Juli 2018 kürt die AG "Städte mit historischen Stadtkernen" das in Perleberg stehende wunderschöne Gebäude „Großer Markt 4“, eines der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Dort ist heute der Tourismusverband Prignitz e.V. ansässig.

  • Störche nisten am Denkmal des Monats Juni

    Haus am Storchenturm Altlandsberg © Archiv Sanierungsbüro Altlandsberg

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  • Das Denkmal des Monats Mai steht in Bad Belzig

    Außenansicht des Eckhauses © Elfi Czaika, Planungsgruppe WERKSTADT

    Das große Eckhaus am Bad Belziger Marktplatz, direkt gegenüber dem Rathaus, wurde am 5. Mai 2018 von der AG Städte mit historischen Stadtkernen in Brandenburg zum Denkmal des Monats Mai gekürt.

  • Erfolgreiche Spurensuche im Denkmal des Monats April

    Rückansicht mit Fachwerk © LBV

    Am 19. April 2018 kürt die AG Städte mit historischen Stadtkernen das denkmalgeschützte Haus in der Berliner Straße 16 in Beeskow zum Denkmal des Monats April. Dieses Haus überrascht bei näherer Betrachtung. Denn der Frontfassade ist nicht anzusehen, dass es sich um ein Fachwerkhaus handelt. Und bei weiteren Untersuchungen im Innern kam eine historische Holzbalkendecke zum Vorschein.

  • Bedeutendes Fachwerkhaus in Kyritz ist Denkmal des Monats

    Fachwerkhaus in Kyritz © ews

    Am 7. März 2018 wurde das dominante Fachwerkhaus am Kyritzer Marktplatz von der AG Städte mit historischen Stadtkernen zum Denkmal des Monats März gekürt. Hier hatte der Weltatlas quasi seinen Ursprung.

  • In Herzberg startet das „Denkmal des Monats 2018“

    Haus vor der Sanierung © Jürgen Tomisch

    Unter dem Motto "Europa in Stein gebrannt - Spurensuche in historischen Stadtkernen" startet die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ ihre Aktion Denkmal des Monats im neuen Jahr in Herzberg. Dort wird am 4. Januar 2018 ein Wohn- und Geschäftshaus in der Altstadt zum Denkmal des Monats Januar gekürt.