Technische Innovationen und Forschung

Innovative Straßenbauverwaltung

Untersuchungsstrecken Untersuchungsstrecken © MIL

Die brandenburgische Straßenbauverwaltung zählt zu einer der innovativsten bundesweit. Dies spiegelt sich in der Beteiligung an zahlreichen Forschungsprojekten des Bundes, darunter die „Straße im 21. Jahrhundert - Innovativer Straßenbau in Deutschland“ wider. Auch die Vielzahl von Untersuchungsstrecken und Untersuchungen an Bauwerken im Bundesfern- und Landesstraßennetz ist ein Beleg dafür.

Der steigende Verkehr mit hohen Achslasten beansprucht die Straßen- und Brückenbauwerke in zunehmendem Maße. Bauweisen und Bauverfahren für Straßenbefestigungen und Maßnahmen zu deren Erhaltung müssen deshalb unter technischen und wirtschaftlichen Aspekten weiter entwickelt werden. Dazu sind innovative Wege im Straßenbau erforderlich, die alle Potenziale bautechnischer und unternehmerischer Art ausschöpfen.

Der Bau von Untersuchungsstrecken ist dazu ein wichtiger Beitrag der Straßenbauverwaltungen der Länder. Neben der Verbesserung der Dauerhaftigkeit von Straßenkonstruktionen sollen die Fahrbahnoberflächeneigenschaften verbessert werden und zur Verminderung des Verkehrslärms und der Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen.

Praxistests

Seit 1990 hat die brandenburgische Straßenbauverwaltung eine Vielzahl von Untersuchungsstrecken gebaut. Damit betreibt das Land Brandenburg eine innovationsorientierte Straßenbaupolitik und gehört bundesweit mit zur Spitze.

Dabei steht die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) als praxisorientierte, technisch-wissenschaftliche Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet des Straßenwesens den Ländern über das Forschungscontrolling zur Seite. Die Betreuung der Herstellung und Prüfung der zu erprobenden Baustoffgemische sowie die Koordinierung und ggf. vertragliche Sicherung von Langzeitbeobachtungen durch Institutionen wie die BASt, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Ingenieurbüros übernimmt der Landesbetrieb Straßenwesen. Die Untersuchungsstrecken werden bei der BASt in einer Datenbank erfasst, die als Koordinierungsinstrument für die Planung weiterer bundesweiter Projekte genutzt wird.

Die Optimierung von lärmmindernden Straßenoberflächen steht im Fokus, wenn es darum geht, Erkenntnisse aus der Forschung zu neuen Baustoffen, Bauweisen und -verfahren in der Praxis zu erproben.

Hierzu hat der Landesbetrieb Straßenwesen einige Strecken gebaut und sich in großen Forschungsprojekten des Bundes engagiert. Neuere Untersuchungen gehen in Richtung Texturierung von Betonoberflächen mittels Grinding, um Erkenntnisse in der Praxis zu erlangen, welche Abhängigkeiten zum Grad der Lärmminderung, zur Griffigkeit sowie zur Betonrezeptur bestehen.

Tebelle Technische Innovationen und ForschungTabelle: Laufende Erprobungsmaßnahmen zu lärmmindernden Bauweisen im Bundesfern- und Landesstraßenbau (Auswahl)

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Letzte Aktualisierung: 17.02.2016