Der Blick nach vorn

Positive Erfahrungen fortschreiben

Jugendlicher mit Mütze Jugendliche fördern © MIL

Aus Sicht des Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) kommt es künftig noch stärker darauf an, den sich in den einigen Quartieren und Wohngebieten abzeichnenden sozialen Problemen entgegenzutreten und Maßnahmen anzuregen, die der dort ansässigen Bevölkerung unabhängig von ihrer Herkunft zugute kommen.

Mit diesem gezielten Einsatz der Förderung tritt das MIL auch massiv Versuchen entgegen, zweifelsfrei bestehende soziale Probleme für nationalistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren.

Fortschreibung sozialräumlicher Komponenten in der Förderung 

Das MIL hat die positiven Erfahrungen der Programme der Städtebauförderung fortgeschrieben und so die Selbstverpflichtung der Länder aus dem nationalen Integrationsplan eingelöst, die verbesserten Fördermöglichkeiten noch stärker als bisher für Maßnahmen der Integration und Toleranz zu nutzen:

Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), Artikel 8 ermöglicht es den Kommunen, Strategien zu entwickeln, wie sie ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Problemlagen bewältigen können. Das Land Brandenburg hat dies als Chance genutzt, die neue EFRE- Förderrichtlinie zur "Nachhaltigen Stadtentwicklung" so auszurichten, dass sowohl Maßnahmen zur verbesserten Eingliederung der zugewanderten Bevölkerung als auch Maßnahmen zur Erhöhung der Akzeptanz und Aufnahmebereitschaft der Mehrheitsgesellschaft gefördert werden können.

Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für ihr Quartier

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor der Tür des Stadtteilbüros HohenstückenMitarbeit im Stadtteilbüro © MIR

Hinzu kommt die Förderung des Stadtteilmanagments und Marketings in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Bewohner- und Nutzerstrukturen in den Innenstädten und Stadtquartieren sollen durch Netzwerkarbeit und die Schaffung selbsttragender Bewohnerorganisationen ebenso unterstützt werden wie die Familien im Quartier. Vor allem solche Bewohnergruppen, die bislang von grundlegenden sozialen, politischen und ökonomischen Prozessen ausgeschlossen waren, sollen erfahren, dass die Gesellschaft durch eigenes Engagement und nicht durch Ausgrenzung gestaltet wird. Es gilt, die Identifikation mit dem eigenen Quartier zu stärken sowie das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ihr Quartier zu fördern.

Die Verbesserung der Teilhabe an zivilgesellschaftlichen Prozessen wird als Grundvoraussetzung dafür gesehen, präventiv gegen die ansteigende Kriminalitäts- und Gewaltbereitschaft bestimmter Gruppen in einigen Städten Brandenburgs vorzugehen.

Qualifizierung in Prenzlau: Jugendlicher arbeitet an einer WerkbankQualifizierung von Jugendlichen in Projekten © MIR

Hierfür eignen sich insbesondere die in den Programmgebieten "weiterentwickelten" sozialen und Bildungsinfrastrukturen, in denen unterschiedliche Nutzergruppen (wie zum Beispiel Kinder und Schüler, Eltern, Familien, zugewanderte Bevölkerung, Menschen mit Behinderungen, Vereine) aufeinander zugehen, voneinander und miteinander lernen und Akzeptanz leben.

Tolerantes Brandenburg 

Auch die künftigen Aktivitäten der Stadtentwicklung im Rahmen des Toleranten Brandenburg erschöpfen sich nicht in der Anpassung der Förderung:

Ein Ideenwettbewerb innerhalb des Europäischen Sozialfonds soll Maßnahmen in den Quartieren unterstützen, die sich der Entwicklung von Demokratie und Toleranz widmen und die Integration der zugewanderten Bevölkerung fördern. Neben dieser stärkeren Ausrichtung der europäischen Gelder bleibt die kontinuierliche Ausrichtung des Programms der Sozialen Stadt bestehen. Bei den jetzt erfolgten Neuaufnahmen werden die Kommunen gezielt und auf die konkrete Maßnahme bezogen so beraten, dass verstärkt Projekte zur Toleranz durchgeführt werden.

Externe Links

Tolerantes Brandenburg

Integration in Brandenburg

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend