24.07.2008Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg halten am Bau der A 14 fest

Pressemitteilung 143/2008

Die Verkehrsminister der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, Dr. Otto Ebnet, Dr. Karl-Heinz Daehre und Reinhold Dellmann haben sich heute in Potsdam auf ein gemeinsames weiteres Vorgehen für den Bau der Bundesautobahn A 14 verständigt. Die Minister begrüßen ausdrücklich das Bekenntnis von Bundesverkehrsminister Tiefensee zu diesem wichtigen Infrastrukturkonzept.

Die Bundesländer hatten in den letzten Wochen in einem intensiven Dialog mit dem Bundesverkehrsministerium die Kostensteigerungen begründet und dabei deutlich gemacht, dass mit den jetzt vorliegenden Planungen auch der aktuelle Rechtsprechung zur Umsetzung europäischen Naturschutzrechtes genüge getan wird. Aktuell werden in Abstimmung mit dem Bund Einsparmöglichkeiten gesucht. Der Verzicht auf Anschlussstellen spielt dabei aber keine Rolle.

Die ersten Planfeststellungsbeschlüsse sollen Ende 2009/ Anfang 2010 vorliegen. Danach werden zügige Baubeginne angestrebt, um die Ausschöpfung der für das Projekt vorgesehenen europäischen Fördermittel zu ermöglichen. Über die finanzielle Absicherung der Abschnitte, die erst nach 2014 zu realisieren sind, streben die Minister eine einvernehmliche Lösung mit dem Bund an. Dazu wollen sie ein Gespräch mit Bundesverkehrsminister Tiefensee führen.

Die BAB  A 14 verläuft in Nord-Süd-Richtung über 154 km von Magdeburg in Sachsen-Anhalt über Wittenberge in Brandenburg bis zur BAB A 24 südlich von Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern. Sie schließt eine Lücke im Netz der Bundesautobahnen und hat eine große regionalpolitische Bedeutung für die drei Länder.

Wegen drastisch gestiegener Preise im Straßenbau und deutlich höherer Anforderungen aus dem Naturschutz gehen die aktuellen Preisschätzungen von Mehrkosten in der Größenordnung von 500 Mio.€  bei einer ursprünglichen Preiskalkulation von 775 Mio.€ aus.  

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