Förderung

Wohnraumförderung

Hochhäuser in Eisenhüttenstadt Wohngebäude in Eisenhüttenstadt © Contextplan

Durch die Föderalismusreform im Jahr 2006 sind die Bundesländer für die Wohnraumförderung allein zuständig. Das MIL hat seither die Wohnungsbauprogramme neu aufgestellt und konsequent an den landespolitischen Erfordernissen ausgerichtet. Erreicht wurde eine Schwerpunktsetzung für Familien und alte Menschen sowie eine Fokussierung auf innerstädtische Standorte.

Nach Artikel 47 der Landesverfassung ist das Land verpflichtet, im Rahmen seiner Kräfte für die Verwirklichung des Rechts auf eine angemessene Wohnung zu sorgen. Es besteht Handlungsbedarf als Folge der demografischen Struktur der Gesellschaft und der sich ändernden Wohnbedürfnisse. In allen Wohnungsmärkten des Landes bedarf es einer Qualifizierung der Wohnungsbestände und dem Erhalt bezahlbarer Mieten. In den wachsenden Städten und Regionen sind Leerstände fast völlig verschwunden. Dort fehlt es an Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere mietpreis- und belegungsgebundene Wohnungen.

Durch Bestandsentwicklung allein lässt sich der quantitative Wohnungsmehrbedarf in wachsenden Regionen nicht decken und zusätzliche Sozialbindungen können nicht ausreichend aufgebaut werden. Hier sind erhebliche Anstrengungen in Form von Neubau sozial gebundener Wohnungen erforderlich. In den schrumpfenden Städten werden trotz Leerstands differenzierte Wohnungsangebote gebraucht. Handlungsbedarf besteht bei der Bereitstellung bezahlbarer, kleiner, barrierefreier Wohnungen. 

Förderschwerpunkt ist deshalb die Förderung von Mietwohnungen. Aber auch die Förderung von Wohneigentum soll helfen, die Wohnungsmärkte zu entspannen. 

Es sollen vor allem die Haushalte unterstützt werden, die sich auf dem Wohnungsmarkt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können. Zielgruppen sind insbesondere einkommensschwache Haushalte mit Kindern, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen, Personen in sozialen Notlagen.

Weiterführende Beiträge:

  • Grundstein für 20 neue Wohnungen in Teltow

    Bauministerin Schneider bei der Grundsteinlegung © ILB

    Bauministerin Kathrin Schneider legte am Freitag, den 13. Juli 2018, gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft Teltow mbH (WGT) den Grundstein für den Neubau von 20 Wohnungen in Teltow. Davon werden 15 Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden sein, die Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen zur Verfügung stehen.

  • Richtfest für 105 barrierefreie Wohnungen und 15 Mio. Euro für den Potsdamer Brauhausberg

    Entwurf © ProPotsdam

    Baustaatssekretärin Ines Jesse überzeugt sich am 29. November 2017 beim Richtfest vom Fortschritt des Bauvorhabens Am Moosfenn in Potsdam, für das im letzten Jahr ein Fördervertrag von über 11,7 Mio. Euro Baudarlehen und knapp 2,3 Mio. Euro Zuschuss gewährt wurde. Gleichzeitig wird ein Fördervertrag für den Potsdamer Brauhausberg übergeben.

  • Wittenberge wird immer attraktiver

    Fassadenansicht © ILB

    Im Februar 2015 wurde zwischen dem MIL, der Stadt Wittenberge und der Wohnungsbaugesellschaft mbH (WGW) eine Kooperationsvereinbarung für die Sicherung städtebaulich relevanter Objekte in Wittenberge abgeschlossen. 2 Jahre später, am 12. Juli 2017, konnte sich Ministerin Kathrin Schneider von den ersten Ergebnissen vor Ort ein Bild machen.

  • Neue Richtlinie zur Förderung von Mietwohnungen

    Richtfest einer Gebäudesanierung © MIL

    Bis 2019 werden für den sozialen Wohnungsbau 100 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Gefördert werden der Mietwohnungsneubau, der generationsgerechte und barrierefreie Um- und Ausbau von bestehenden Mietwohngebäuden, die Erweiterung, Nutzungsänderung und Anpassung an geänderte Wohnbedürfnisse sowie die generationsgerechte Modernisierung und Instandsetzung. Darüber hinaus ist der Anbau von Aufzügen, einschließlich der Herstellung des barrierefreien Zugangs zu den Wohnungen, förderfähig.

  • Fortführung der sozialen Wohnraumförderung

    Zwei aneinander grenzende Wohnhausfassaden, eine im Bauzustand und eine bereits fertiggestellte © MIL

    Die Förderrichtlinien zur sozialen Wohnraumförderung wurden fortgeschrieben. Damit kann die Förderung bis zum 31.12.2018 (Miete) bzw. 31.12.2019 (Eigentum) fortgeführt werden. Insgesamt 100 Mio. Euro stehen bis 2019 für die Modernisierung und Instandsetzung, den Mietwohnungsneubau sowie für Eigentumsmaßnahmen zur Innenstadtentwicklung zur Verfügung.

  • Wohneigentumsförderung wird fortgesetzt

    Starke Innenstädte durch Investitionen in die eigenen vier Wände

    Eigenheim, Bestandshaus im Rohbau mit Richtkrone © A. Hass

    Die Landesregierung wird auch in den kommenden Jahren die Bildung von Wohneigentum in den Innenstädten unterstützen. Eine Grundförderung von 50.000 Euro und unter bestimmten Voraussetzungen weitere Boni können Antragstellerinnen und Antragsteller für 10 Jahre als zinslose Darlehen erhalten.